Anmerkungen zu den „stattAnsichten“


 

Die „Münster stattAnsichten“ sind eine erste Zusammenstellung meiner Sammlung von Fotos aus Münster.

Es ist eines meiner Fotoprojekte, welches natürlich noch lange nicht abgeschlossen ist.

Ich möchte dem Betrachter meiner Fotos einmal in einer etwas anderen Weise Münster näher bringen und ihn dazu anregen, diese „lebenswerteste“ Stadt so bei einem Besuch mit meinen „Blicken“ neu zu entdecken.

Ich werde immer wieder gefragt, ob das Projekt der „stattAnsichten“ wohl viel Zeit in Anspruch genommen hat. Für die Serie der Fotos bin ich genau sechs Mal im Zeitraum von zwei Jahren durch die Stadt gelaufen bzw. mit dem Rad gefahren und so ist Zeit wohl relativ. Ich bin schließlich an der frischen Luft, bewege mich, kann meinem Hobby nachgehen und habe so „ganz nebenbei“ dieses noch „unvollendete“ Projekt angegangen. Natürlich bin ich oft auch ohne Kamera in Münster unterwegs und behalte gesehene Ideen im Hinterkopf und wenn ich dann die Kamera dabei habe, gehe ich schwer davon aus, dass doch etliche gelungene Fotos wieder als „Ausbeute“ dabei sind. Da ich ausschließlich digital fotografiere, entstehen ja auch erst einmal keine Kosten (außer der Ausrüstung) und so kann ich fleißig alles, was mir so vor die Linse kommt, ablichten. Dabei habe ich in der Zeit ungefähr 1000 Bilder gemacht, von denen jetzt noch immer etwa 700  meine Festplatte bevölkern, die auch allesamt „brauchbar“ wären. Für das Fotoheft und noch mehr für die Ausstellung musste ich mich natürlich drastisch auf’s Wesentliche beschränken und thematisch passendes auswählen. Dabei standen grundsätzliche fotografische Mittel, die bei meinen Aufnahmen der „stattAnsichten“ immer wieder auftauchten, wie Formen, Strukturen, Farbe, Licht und Spiegelung in der Architektur und thematische Bezüge zum Titel des Projektes bei der Endauswahl im Vordergrund und haben zu dieser Zusammenstellung geführt. Ich möchte eben nicht „normale“ Postkartenmotive fotografieren, sondern den „Kenner“ von Münster auf Details und ungewöhnliche Blickwinkel aufmerksam machen.

Mit der Digitaltechnik könnte ich sogar massiv in die Bildgestaltung Einfluss nehmen, was aber überhaupt nicht meine Absicht ist. So ist beispielsweise das Titelbild des Fotoheftes keine Fotomontage! Auf der Suche nach einem passenden Titelbild  entdeckte ich den Schriftzug an der Glasfront der neuen Bezirksregierung Münster. Von innen ist sie halt gespiegelt und durch die Wahl eines extremen Weitwinkels, konnte ich den Dom mit auf’s Bild nehmen(siehe Originalbild oben). So hatte ich ein passendes Motiv zum Thema meines Projektes gefunden. Ansonsten habe ich die Fotos z.T. nur leicht digital aufgearbeitet, soll heißen, dass ich vielleicht hier und da den Kontrast oder die Farbgebung etwas angehoben habe, leichte Belichtungskorrekturen vorgenommen oder einen Bildausschnitt gewählt habe. Der für Münsteraner Verhältnisse oft blaue Himmel auf den Fotos ist wirklich so gewesen, wird durch die Bildoptimierung natürlich noch deutlicher. Meiner Meinung nach aber alles legitime Mittel, um das „Beste“ aus seinen Bildern herauszuholen.