Andreas Denhoff - Fotografieren zwischen Hobby und Beruf(ung)

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"Ich fotografiere, weil ich nicht malen kann"
Das Hobby der Fotografie betreibe ich schon seit meinem 10.Lebensjahr. Mit meiner ersten Spiegelreflexkamera habe ich mich in autodidaktischer Weise mit der Fotografie auseinandergesetzt, viel gelesen aber noch viel mehr „probiert“. Mit einer schon fast historischen Dunkelkammerausrüstung von meinem ersten Geigenlehrer habe ich nächteweise in der Dunkelkammer verbracht, um meine Schwarzweißbilder selbst zu entwickeln. In den Ferienmonaten durfte ich als Schüler für die Ahauser Zeitung Fotos machen und im Jahre 1983 gewann ich einen der 1.Preise bei einem Fotowettbewerb meiner Heimatstadt Ahaus, bei dem dann die gesamte Fotoserie im Ahauser Rathaus ausgestellt wurde.
Zwischenzeitlich habe ich dann das Hobby etwas vernachlässigen müssen, um mich beruflich auf meinen Instrumenten der Geige bzw. dann der Bratsche auf „Vordermann“ zu bringen. Nach meinem Privatmusiklehrerstudium in Münster und während meines Orchesterdiplomstudiums in Frankfurt war ich 1992-95 als Aushilfe im Philharmonischen Orchester Mainz tätig. 1995 folgte dann die Festanstellung im Sinfonieorchester Münster.
Dort habe ich auch sozusagen die Liebe zur Fotografie wieder neu entdeckt und auf Wunsch der Kollegen in meiner Freizeit immer mal wieder zur Kamera gegriffen. So entstand meine umfangreiche Fotoserie vor und hinter den Kulissen des Musikbetriebes mit Blickwinkeln, die der „normale“ Theaterbesucher so nicht erleben kann. Seit der Spielzeit 07/08 bin ich fotografisch für die Publikationen im Konzertbereich des Sinfonieorchesters Münster zuständig. Auch der Stadt Münster widme ich eine Serie - meine „Münster stattAnsichten“, die ich auf der Apothekerkammer Westfalen Lippe (30.01.-27.04.07)  präsentieren durfte.
Bei der Ausstellung von Juli-November 2010 im Herrman-Bonnus-Haus/Osnabrück konnte ich einen kompletten Querschnitt meines Schaffens unter dem Thema „Beziehungen“ präsentieren, wozu dann auch eigens ein weiteres kleines Fotoheft entstand.
Zahlreiche Aufträge bis hin zur Kalendergestaltung 2011 des Philharmonischen Orchesters Mainz haben aus dem Hobby ein zweites „Standbein“ geschaffen und ich kann meinem ursprünglich sogar einmal anvisierten Beruf des Fotografen nun wenigstens auch etwas ernsthafter nachgehen.
Ein weiterer wichtiger und immer wieder erholsamer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich Natur. Sie bietet unerschöpfliche Kompositionsmöglichkeiten der Motive in allen Jahreszeiten, von ausschweifender Landschaftsfotografie bis hin zu feinen Strukturen der Flora und Fauna.
Seit meinem „Wiedereinstieg“ in die Fotografie nutze ich ausschließlich nur noch das digitale Medium zum Fotografieren und „Entwickeln“, denn die notwendige Bildbearbeitung am PC schließt in wunderbarer Weise an das analoge Zeitalter in der Dunkelkammer an. Ich kann wieder in die Gestaltung eines Bildes eingreifen, kann Ausschnitte genau bestimmen und z.B. Kontrast oder Farbgebung meinen Wünschen anpassen, wobei dies nicht in den Bereich der Verfremdung gehen soll, sondern eher der Qualitätsverbesserung eines Bildes dient.

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Fotos: Beata Kamyk-Golla aus dem Landesmuseum vom 12.4.07