Gedanken

I...zur Namensgebung  I ...zu meiner Fotografie I ...zu meinen Themenschwerpunkten I ... zum digitalen Zeitalter I
I ...zur neuen Kamera  I ...zur Präsentation I ...zum "neuen" Job I ...zu meiner Internetseite I ...zur Weiterverarbeitung I
I ...zur Entstehung eines Fotos I ...zum "Pustertal und den Dolomiten, mit dem Rad und der Kamera" I ...zur Gestaltung einer Ausstellung ...zum Fotoshooting mit dem Sinfonieorchester Münster I ...meine Orchesterfotografie I Die Portraitserie für das Programmheft 17/18 I Fotobuch von Saaldigital - ein Produkttest !!!NEU!!!

...zur Namensgebung
Bei der Überlegung, was ich beim Fotografieren eigentlich mache, lag für mich als Musiker sofort die Assoziation zum Komponieren ganz nahe. Ein Komponist fügt schließlich auch „nur“ existierende Töne und Klänge zu einem Gesamtwerk zusammen. Ist es beim Fotografieren nicht ähnlich, nur dass wir von der Natur oder Architektur schon Vorgeformtes zu einem Bild zusammenfassen. Durch Wahl der Farbgebung, dem Bildaufbau und dem Moment des Ablichtens geben wir dem Vorhandenen unsere eigene Komponente hinzu, wir „komponieren“ also quasi ein Bild. So war derbildkomponist als Pseudonym schnell gefunden.  nach oben

Knipsen lernen geht schnell,
Fotografieren lernen
dauert etwas länger,
am schwierigsten ist
Sehen lernen.

Fritz Pölking (Greven), Naturfotograf
aus: „Digitale Naturfotografie in der Praxis“
... zu meiner Fotografie
Der Spruch von Fritz Pölking (siehe rechts) trifft genau den Kern meiner Erfahrungen beim Fotografieren. Voraussetzung für ein erfolgreiches Fotografieren ist zwar eine entsprechende Ausrüstung. Die richtig teuren Kameras helfen einem erst einmal gar nicht bei der Suche und Komposition von Motiven - man muss sie „sehen“. Dann habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sich auf eine zu erledigende Aufgabe einlassen muss. Sobald ich meine Kamera in die Hand nehme und auf „Fototour gehe“, sehe ich mit anderen Augen und in anderen Dimensionen als im „Alltag“. Mein Auge stellt sich auf Situationen, Stimmungen, Strukturen, Proportionen, Formen und Farben ein. Dazu ist es manchmal auch ganz hilfreich, die Kamera einfach einmal ans Auge zu führen, vor allem bei Schnappschüssen...! Ist erst einmal ein ansprechendes Motiv gefunden, so geht der „Rest“ relativ schnell und das Gesehene ist auf die Speicherkarte meiner Kamera gebannt. Meist versuche ich dann noch, mich mit Blenden- Belichtungs- oder Ausschnittvarianten einem noch besseren Bild zu nähern. Dies ist natürlich nicht immer möglich (Schnappschüsse), meist aber auch gar nicht nötig. Die direkte Kontrolle am Monitor der Digitalkamera ist ein durchaus hilfreiches Mittel zur Beurteilung der Bildqualität. Früher wartete man ungeduldig, bis der Film von der Entwicklung wieder da war. Grobe Schnitzer kann man jetzt glücklicherweise direkt korrigieren.
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...zu meinen Themenschwerpunkten
Themenschwerpunkte meiner Arbeiten reichen „...von der Kultur bis zur Natur“. Im Bereich Kultur setze ich mich durch meine stattAnsichten mit der Stadt Münster auseinander, dessen Architektur und Atmosphäre ich in ungewöhnlichen Perspektiven festzuhalten versuche. Ein ganz wichtiger Bereich meiner Interessen kann ich an meinem Arbeitsplatz im Sinfonieorchester Münster „ausleben“. Eigentlich ja einem Ort der Öffentlichkeit, finde ich im Theater immer wieder Blickwinkel und Situationen, die der „normale“ Besucher so nicht erleben kann, dabei kann ich mir die Vertrautheit im Orchester gut zunutze machen.Der Bereich Natur bietet eine unerschöpfliche Kompositionsmöglichkeit der Motive in allen Jahreszeiten, von ausschweifender Landschaftsfotografie bis hin zu feinen Strukturen der Flora und Fauna. Dazu finden sich natürlich immer zahlreiche Motive auf unsern Fahrten mit dem Wohnmobil durch die deutschen Lande und einen unserer Lieblingsziele, den Dolomiten. Im wahrsten Sinne sinnbildlich für meine Arbeit ist das Foto „Marktzeit am Dom“. Es vereint die „Eckpunkte“ meiner Arbeit  ...von der Kultur bis zur Natur in einem Foto. Es gehört übrigens auch zu meinen Lieblingsbildern und ist (auf Leinen gedruckt) schon zweimal außer Hause gegangen. nach oben

...zum Digitalen Zeitalter
Das „Digitale Zeitalter“ brach bei mir 2003 aus, leider mit einer digitalen Kompaktkamera von Al...! Es folgte eine Konika Revio 510 Z , die schon wesentlich kreativer einsetzbar war und die ich heute immer noch gerne nutze, wenn ich meine derzeitige Ausrüstung nicht schleppen will. Zufrieden stellte mich das Kompaktfotografieren jedoch nicht, denn man konnte keine richtigen Schnappschüsse machen (Auslöseverzögerung). Außerdem sah man nie genau, was man nachher auf dem Bild hatte und bei extremeren Lichtverhältnissen reicht so eine Kamera dann sowieso nicht aus. So war der Kauf einer digitalen Spiegelreflex unaufschiebbar und Dank ebay mit der Canon 300D sozusagen der Startschuss für die „Wiederbelebung“ meines Hobbys gegeben. Hinzugekommen sind natürlich dann noch einige Objektive, ein Blitz (den ich recht ungern benutze) und ein stabiles Stativ, welches mir schon oft in extremen Situationen (Orchesterfotos) geholfen hat. Mit dem Umstieg im Juli 2007 auf die Canon 30 D und zwei neuen lichtstärkeren Objektiven von Tamron (2,8/17-50mm und 2,8/90mm) habe ich die Qualität meiner Ausrüstung um einiges steigern können.Bereut habe ich den Umstieg auf die digitale Spiegelreflexkamera mit keiner Sekunde. Update: Inzwischen gab es dann die 60D mit Klappmonitor, was einekleine Erweiterung der Fotografiermöglichkeiten bedeutete. aber seit gut einem jahr fotografiere ich mit der 6D und das heißt Vollformat. Mein vor ein paar Jahren hier geschriebener Satz -Fotografieren „funktioniert“ nun endlich wieder so wie früher, vielleicht sogar noch etwas besser bekommt jetzt erst seine richtige Bedeutung. Im folgenden Artikel werde ich demnächst einmal detailierter auf meine "Neue" Ausstattung eingehen. Allerdings kann ich hier schon einmal resümieren: Technik hin oder her - man muss Motive erst überhaupt einmal sehen, um daraus dann eventuell ein gutes Foto machen zu können. nach oben

 ...zur Kamera
Update folgt demnächst...
Unverhofft (Dank einer großzügigen finanziellen Spritze) habe ich nun eine neue Kamera, eine Canon 30D und zwei neue Objektive, das Tamron 2,8/17-50mm und das Tamron 2,8/90 Makro. Mein erster Eindruck zur Kamera – endlich kein „billiges“ Plastikgehäuse mehr. Die Kamera liegt satt in der Hand, die Bedienung etwas anders, aber doch immer „griffig“. Die Geschwindigkeit ist nun wesentlich schneller, sei es die Serienbildzahl oder die Betrachtung der Fotos auf dem jetzt auch größeren Kameramonitor. Mehr will ich mich gar nicht über das Technische auslassen, für mich steht dies sowieso nicht so im Vordergrund, aber eine Frage bleibt: Ob jetzt meine Bilder wohl besser werden? Ich weiss es noch nicht, sollte es aber...! Und das können andere doch besser beurteilen. Eines aber kann ich sagen: Es macht mehr Spaß! Dazu fällt mir ein Witz ein: 
Helmut Newton ist im Restaurant:
Der Koch: »Ihre Fotos gefallen mir, sie haben bestimmt eine gute Kamera«
Newton nach den Essen:
»Das Essen war vorzüglich - sie haben bestimmt gute Töpfe« Aber ohne gutes Handwerkszeug geht es natürlich auch nicht. So ist der Kauf zumindest hilfreich, den Weg des Hobbys weiter hoch motiviert zu bestreiten und mit den lichtstärkeren Objektiven noch mehr die fotografischen Grenzen zu entdecken, auszukosten und eben an der Qualität immer weiter zu arbeiten. Einige „Kleinteile“ wie einem Winkelsucher, Kabelauslöser oder beispielsweise ein „Action grip“ (so heiß der wirklich) runden jetzt die Ausrüstung ab und werden sicher auch bei meinem „neuen“ Job zahlreich in Aktion treten können. nach oben

... zur Präsentation
Dank der Digitaltechnik ist es heute sogar einem Hobbyfotografen möglich, seine Bilder in professioneller Weise zu präsentieren. Dies z.B. in Form von Fotoheften. Als die Firma Pixelspeed erstmals ein kostenloses Probeheft anbot, war ich sofort dabei. Inzwischen habe ich etliche Hefte machen lassen, sei es mit Urlaubsfotos oder anderen Erinnerungen. Update: Inzwischen gibt es die Firma garnicht mehr und ich habe Viaprinto für mich entdeckt. Außerdem habe ich mich auch in Indesign eingearbeitet und kann so individuellermein Bücher und Kalender herstellen. Sehr interessant ist auch die Verarbeitung der Fotos zu Bildershows. Früher hieß das Diashow und war immer mit großem Aufwand verbunden. Heute zeigt man seine Bilder mit Musik unterlegt mal eben schnell am Laptop oder auf DVD gebrannt am Fernseher. Man kann mit entsprechenden Programmen sogar die Bilder „inszenieren“, d.h. herein- und herauszoomen, oder durch das Bild schwenken und  tolle Übergänge gestalten. So kann man den Betrachter auf Details oder gewünschte Bildaussagemittel förmlich stoßen und dies mit selbst ausgewählter Musik noch verstärken. Auch hier sind der Fantasie fast keine Grenzen mehr gesetzt, allerdings habe ich, wie auch bei der Bildbearbeitung, die Erkenntnis gewonnen:  weniger ist mehr. Die klassische Ausbelichtung in einem Labor ist wohl immer noch die „Königsdisziplin“ unter den Präsentationen. Da man aber schon vorher seine Bilder originalgetreu am PC gesehen hat und sie mit einer gute Verwaltungssoftware aufbewahrt, gehen die Entwicklungskosten im Vergleich zu „Analog“ drastisch zurück. Update: Es sei denn, man lässt seine schönsten Bilder auf Leinwand drucken, so wie ich es für mich entdeckt habe und das hat so eine Qualität, dass ich davon auch schon einige Bilder verkaufen konnte.  Ganz wichtig ist die gute Verwaltung seiner Fotos. Wer kennt nicht die zahlreichen Alben oder Schuhkartons, die sich im Regal stapeln und verstauben. Im PC ist alles „staubfrei verpackt“, allerdings kann ein PC seinen Geist aufgeben und wenn man nicht die Dateien vorher in zahlreicher Form (CD, externe Festplatte oder Ausbelichtet) gesichert hat, ist man ganz schön angeschmiert. Update: Da ich inzwischen ausschließlich nur noch im sog. Raw-Format fotografiere, "entwickle" verwalte ich meine Fotos nur noch mit Lightroom, ein geneiales Rundumpaket. Man kann seine Fotos sogar als Webseite speichern und ich gebe hiermit offen zu, daß dies auf dieser Homepage so geschehen ist und daß ich darauf gerne zurückgegriffen habe. Meine Computerfähigkeiten sind nur bescheiden und ich nutze die freie Zeit lieber zum Fotografieren. Ich hoffe diese weitere Variante der Präsentation stößt auf Ihr Gefallen und sorgt für Verbreitung meiner Bilder. nach oben

...zu meinem „neuen“ Job
...na, sagen wir doch lieber Aufgabe! Vielseitigkeit und Verwirklichen von neuen Ideen und Aufgabenbereichen waren immer schon meine „Lebensdevise“ und so stand schon zu Schülerzeiten der Wunsch im Raum, mit der Fotografie etwas zu machen. Die Musik hat aber „gewonnen“, was ich auch in keinster Weise bereut habe. Allerdings ist diese Ausbildung auf Geige und Bratsche so zeitintensiv gewesen, daß mir für mein Hobby außer zum „Knipsen“ keine Zeit blieb. Außerdem kamen familiäre Aufgaben hinzu und erst zu dem Zeitpunkt, als ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera angeschafft hatte und die Kinder „aus dem gröbsten“ raus waren, war an ein ernsthafteres Betreiben des Hobbys wieder zu denken. Da ich (im Orchester angesprochen) dem Wunsch nach Fotos vom Orchester mit der digitalen Kamera ohne großen finanziellen Aufwand nachkommen konnte, hatte ich ein interessantes Betätigungsfeld gefunden, welches eine ideale Kombination zwischen Beruf und Hobby darstellte. Außerdem war (und ist es) das Fotografieren dort eine recht große Herausforderung. Die z.T. recht ungünstige Lichtverhältnisse und die Bewegungen der arbeitenden Musiker macht für mich den besonderen Reiz an der Arbeit aus. Dann kamen die Fotos bei den Kollegen sehr gut an, die ein oder anderen Aufträge ergaben sich daraus und der Auftrag für das Programmheft der Spielzeit 07/08 war schon ein sehr schönes Highlight. Das Engagement als „Orchesterfotograf“ an den Städtischen Bühnen Münster nun ist die Krönung!!! Natürlich habe ich als Kollege den entscheidenden Vorteil, in meiner Freizeit den Musikern und Dirigenten während der Arbeit  auf die Finger zu schauen und nicht als störend empfunden zu werden, weil ich ja ein Teil des Ensembles bin. Außerdem bin ich fotografisch gerne der stille Beobachter, der auf der Pirsch nach lohnenden Motiven im unbeobachteten Moment abdrückt und Situationen oder Details auf die Speicherkarte einfängt. Gestelltes ist, wie ich finde, sehr schnell zu erkennen. Ich lasse mich auch nicht von ungünstigen Fotografierverhältnissen abhalten, mir ist die Atmosphäre viel wichtiger als die technische Perfektion der Ausführung. Da dürfen ruhig die Bilder mal ein wenig mehr „rauschen“ oder ein bisschen „wackeln“. Zur Not kann man ja auch alles wieder löschen, es kostet ja erst mal nichts. Herausforderung bei meinem „neuen Job“ jetzt werden die Fotos für die Serie in den Programmheften sein, bei der jeweils zwei Kollegen eben auch fotografisch vorgestellt werden. Dies sollen keine reinen Portraits werden. Ich werde auch mit Hilfe des Abzulichtenden versuchen, seine „Privatheit“ oder Leidenschaft in anderen Bereichen mit ins Bild zu rücken. Auf diese interessante Herausforderung bin ich besonders gespannt, bietet sie doch sicherlich eine kontrastreiche Variabilität in den Motiven. nach oben

... zu meiner Interneseite
Ein unbedingtes Muss zu Zeiten des „worldwideweb“ ist eine Internetpräsens, die ich Aufgrund der damals bevorstehenden Ausstellung in der Apothekerkammer  Münster im September 2006 in Angriff genommen habe. Dabei erschien es mir wichtig, meine Seite möglichst übersichtlich aber auch ansprechend zu gestalten. Ohne html-Kenntnisse ist mir dies mit Microsoft Word und für die zahlreichen Fotogalerien mit dem Simple Viewer und Adobe Lightroom hoffentlich zu aller Zufriedenheit gelungen. Dabei war ich mir über die stetig steigende Fülle an Bildmaterial bewusst, lasse aber alle Galerien „offen“, denn es ist doch schon vorgekommen, daß jemand aus den „Untiefen“ auf Bilder gestoßen ist, welche für ihn interessant waren. Von meiner Startseite aus kann man in wenigen Klicks auf alle Galerien zugreifen, Ich hoffe, das Augenmerk auf meine Bilder ist so gestaltet, daß es immer wieder ein Anreiz gibt, meine Seite zu besuchen und in den Galerien zu stöbern. Mein Gästebuch soll Sie motivieren, auch aktiv an dieser Seite teilzunehmen. Ich würde mich freuen... nach oben

... zur Weiterverarbeitung
Anfangs habe ich mit der 300D nur im Jpeg-Format und höchster Auflösung fotografiert. Inzwischen nutze ich gerne das sog. Raw-Format, das vergleichsweise dem Negativ eines Films entspricht. Man muss dann zwar jedes Bild einzeln umwandeln, aber bei Aufnahmen in extremen Situationen (beispielsweise bei den Theaterfotos), kann man z.B. besser auf Unterbelichtung, Farbgebung oder Kontrast reagieren, ohne dass das Bild merklich „leidet“. Da ich noch das Entwickeln in der Dunkelkammer „erlebt“ habe, kann ich sagen, dass die Bildbearbeitung am PC dem sehr nahe kommt. Man erspart sich allerdings das umständliche Aufbauen der Apparatur und viel Zeit, man kann dies mal eben so zwischen oder sogar bei Kaffee und Kuchen am Laptop „machen“. Wunderbar an der Digitaltechnik ist, wie schon gesagt, daß man wieder ins „Geschehen“ eingreifen kann. Beim Farbnegativ und Dia war man auf Filmmaterial und Labor angewiesen. Jetzt kann ich wieder wie früher Ausschnitt, Kontrast, Farbgebung, Belichtung etc. selbst beeinflussen - gar das Bild verfremden. Der Fantasie sind mit entsprechenden Programmen fast gar keine Grenzen mehr gesetzt. Allerdings ist es mir ein Anliegen, möglichst schon bei der Ablichtung ein ideales Foto zu „komponieren“ und dieses bei der Nachbearbeitung nur noch zu verfeinern. Dabei entdecke ich aber auch immer mehr die Spielfreude bei der Verfremdung eines Motivs. So kann man beispielsweise bei Landschaftsaufnahmen störende Personen einfach „verschwinden“ lassen. Mal sehen, wo mich das noch hinführt. Ich stecke ja noch in den digitalen „Kinderschuhen“.
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... zur Entstehung eines Fotos
Seit meinem „Job“ am Theater, hat sich mein Fotografieren „verändert“, es hat von meiner Unbekümmertheit schon etwas verloren. Früher zog ich mit der Kamera los, lies Motive auf mich zukommen, „knipste“ einfach drauf los und nachher war ich gespannt, was dabei herauskam. Das kann ich natürlich heute auch noch, hat jetzt aber eine etwas andere Gewichtung bekommen. So geschieht es jetzt, daß ich weiß, ich muss ein (gutes) Bild liefern, somit muss das Bild oder die Idee dazu schon vorher im Kopf fertig oder so vorgeformt sein, damit die restlichen Zufälle und Ungewissheiten beim Fotografieren möglichst gering bleiben. Anhand meines ersten Titelfotos auf dem Kulturspiegel der WN, will ich das einmal erläutern. Für dieses Titelfoto wurde ein hochformatiges ganzseitiges Bild vom 2. Kinderkonzert angefordert und sollte noch am selben Tag zur Verfügung stehen. Dadurch stand ich natürlich unter Erfolgszwang, ich wollte gerne ein aussagekräftiges Foto abliefern, das auch technisch für den großen Druck ok sein sollte. Nun sind ja die Lichtverhältnisse im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen nicht so optimal, um die Atmosphäre vom Kinderkonzert gut rüber zu bringen. Während die Bühne ausgeleuchtet ist, sitzen die Kinder im "dunkeln". Ich wollte aber gerne die Situation so zeigen, wie sie die Kinder normalerweise im Kinderkonzert auch sehen, also vom Zuschauerraum aus mit Blick auf die etwas erhöhte Bühne. Glücklicherweise durften Kinder zum Abendsegen aus der Oper "Hänsel und Gretel" mit auf die Bühne und so war dieses Motiv auch als Hochformat machbar. Ich positionierte mich in der dritten Reihe, hatte mich vorher schon mit der Belichtung beschäftigt und bei ISO 400, Blende 4,5 bei 1/60 sec sollte es schon passen und alles war parat für den Abendsegen. Das Stück fing an und auf einmal fuhr die Beleuchtung für die Abendstimmung um einiges herunter! Das hatte ich bei meinen Vorüberlegungen nicht bedacht. Mit einer 1/30 sec war die unterste Grenze der Belichtungszeit aus freier Hand erreicht, viel Tiefenschärfe bei Blende 3,2 auch nicht vorhanden und natürlich drehten sich die Kinder während Hänsel und Gretel sangen lieber neugierig zur Bühne um. Der kleine Monitor an der Kamera gibt zwar einen ersten Eindruck, ob die Belichtung stimmt und die Schärfe sitzt, aber eine genaue Kontrolle ist in der kurzen Zeit gar nicht möglich. So hatte ich letztendlich nur einen, einigermaßen gelungenen Treffer auf dem die meisten schon vorher überlegten Faktoren stimmten. Das konnte ich nachher am heimischen PC erst richtig sehen und war auch froh, nicht groß an Belichtung und Kontrast arbeiten zu müssen. Nun musste nur noch das Raw-Bild in Jpeg umwandeln werden und dann war es auch schon auf dem Weg via Internet zur Zeitung. Wie es in Realität wirken würde, war dann ein paar Tage später in der Beilage der WN zu sehen.So ist Livefotografie und darin liegt für mich der Reiz, trotz vorheriger Planung möglichst schnell auf die laufende Situation zu reagieren und trotzdem eine stimmige Situation einzufangen. Ich hoffe, es ist mir gelungen...nach oben
 "Das Pustertal und die Dolomiten, mit dem Rad und der Kamera"  
(ein Beitrag für den Dolomitenblog.net  vom 26. August 2008)
Nun schon im dritten Jahr in Folge sind wir im Sommerurlaub mit unserm Wohnmobil auf dem wunderschönen Campingplatz Olympia. Aber als eingefleischte Radfahrer aus der Hauptstadt des Fahrrades, aus Münster/Westfalen in Deutschland, haben wir natürlich auch unsere Räder immer mit  dabei. Einerseits, um die täglichen Einkäufe in Niederdorf oder Toblach ohne Auto erledigen zu können. Andererseits machen wir auch (nach unsern Fähigkeiten) mit dem Rad viele Touren im Pustertal, wie z.B. nach Innichen oder Welsberg oder durch das Höhlensteintal und dem Gsiesertal. Und wenn uns als „Flachlandtiroler“ einmal der Anstieg zu steil wird, dann schieben wir das Rad einfach eine Strecke - wir „wranderln“. Diesen Begriff gibt es wohl noch gar nicht, er ist von unserer Familie „erfunden“ worden und für uns ein Synonym für das Fortbewegen in den Bergen geworden. Geht es dann wieder bergab, ist ja immer eine tolle Belohnung für die Anstrengungen garantiert.
Natürlich wandern wir auch. Dieses Jahr war als größeres Ziel z.B. der Helm geplant  und oben haben wir die Stille und bei herrlichstem Wetter den Panoramablick auf die
Dolomiten und die gesamten Alpen genossen.
Als ambitionierter Hobbyfotograf habe ich natürlich auch immer meine Kamera dabei und versuche, die besondere Atmosphäre der Berge und des
Pustertales einzufangen. Dabei ist vornehmlich erst einmal viel „Geknipse“ dabei, um einfach schöne Erinnerungen für den Rest des Jahres zu haben. Manchmal hat man aber auch Glück und einem gelingt ein besonderer Blick, oder eine interessante Szenerie, die dann auf
 meine Internetseite kommt, oder zuhause in Form einer Bildershow gezeigt wird. Als Orchestermusiker von Beruf unterlege ich dies vorzugsweise mit klassischer Musik. Dabei habe ich in den letzten Jahren auf die 9. und 10. Sinfonie von Gustav Mahler zurückgegriffen, der ja bekanntlich diese beiden Sinfonien in seinem Komponierhäuschen in Toblach geschrieben hat. Dieses Jahr habe ich die „Alpensinfonie“ von Richard Strauss „bebildert“ und nächstes Jahr? Sicherlich ist wieder der Urlaub im Pustertal geplant und wieder werde ich meine Kamera dabei haben und sicherlich wieder meinen fotografischen Blick schweifen lassen, denn nichts ist erholsamer, als sich im Pustertal oder in den Dolomiten zu Fuß oder mit dem Rad zu bewegen, diese Momente zu genießen und die wunderbare Landschaft auch mit der Kamera „einzusaugen“. nach oben

...zur Gestaltung einer Ausstellung
Als ich die Zusage bekam, im Hermann Bonnus-Haus in Osnabrück eine Ausstellung gestalten zu dürfen, stand erst einmal die Überlegung an, welche Fotos in die Räumlichkeiten "passen". Vom Veranstalter hatte ich völlige Freiheit. Insgesamt sollte Platz für etwa 60 Bilder sein und ich wollte der Zusammenstellung auch einen gewissen Sinn geben. Dadurch, das auch mal 2 oder 3 Bilder nebeneinander hängen konnten, war es möglich, sie zueinander in
Beziehung zu setzen, obwohl sie vielleicht gar nicht dafür gedacht waren. Bei der Auswahl meiner Bilder stellte ich zu meiner Überraschung fest, daß sich zahlreiche Beziehungen bei meinen Bildern ergeben konnten. Aber auch einzelne Bilder weisen "Beziehungen" auf wie das hier gezeigte mit gleichnamigen Titel, bei dem sogar gleich zwei Beziehungen zu finden sind, das Pärchen auf der Bank und die drei zusammen gewachsenden Bäume. Somit ergab sich, der Ausstellung auch einen Titel zu geben: "Beziehungen".Glücklicherweise konnte ich durch meine letzte Ausstellung  auf ein großes Kontingent an Bilderrahmen mit Passepartout zurückgreifen, ein paar Rahmen hatte das H.B.-Haus auch noch parat und so musste "nur" noch die Abzüge bestellen. Inzwischen hatte ich mir auch grob eine mögliche Reihenfolge der Bilder überlegt, aber erst beim Aufhängen vor Ort ergab sich die endgültige "Sortierung" und zu meinem Erstaunen ging das Konzept wunderbar auf, es ergaben sich sogar einige neue Beziehungen durch das Aufhängen. Das lag auch wohl daran, daß ich mich vorher nicht wirklich auf die räumlichen Gegebenheiten einstellen konnte. Aber das machte für mich die ganze Sache ganz spannend. Nach 5 1/2 Stunden hatte ich endlich fast alle Bilder hängen und ich konnte sogar noch einige weitere Bilder nachbestellen, um damit einige "Beziehungen" zu komplettieren. Inzwischen hatte ich mir auch überlegt, eine kleine Führung (in Schriftform) durch die Ausstellung zu erstellen, damit der Besucher auch ohne mich die Chance hat, etwas über mein Konzept und einige bemerkenswerte Details der Fotos in der Ausstellung hinzuweisen. Überaus positive Rückmeldungen bestätigen, daß mein Konzept aufgegangen ist. Das freut natürlich ungemein und motivierte mich, auf eigenes Risiko auch ein Fotoheft in geringer Auflage zu erstellen, welches Bezug zur Ausstellung nimmt und noch einige weitere "Beziehungen" beinhaltet. nach oben
...zum Fotoshooting mit dem Sinfonieorchester Münster
Nun schon zum 5.Mal durfte ich in diesem Jahr wieder die fotografische Programmheftgestaltung beim Sinfonieorchester Münster übernehmen. Wie immer recht kurzfristig engagiert, stand das Thema "Natur" als Spielzeitthema schon fest und da alle Fotos, wie in den letzten Jahren (beispielsweise im Landesmuseum, Flughafen oder Cineplex) an einem Ort und Termin stattfinden sollten, war der hintere Aaseebereich als passender Ort schnell auserkoren. Wie immer, bin ich im Vorfeld vor Ort gewesen und habe mich von der Umgebung "inspirieren" lassen. Das ein Orchesterfoto im Wald und eines auf den Wiesen stattfinden würde, stand schnell fest und auch einige weitere Fotoideen waren vor Ort recht schnell entwickelt. Dann kam die weitere gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema und die Koordination zu einer möglichst sinnvollen Fotoserie, die Motive von Orchestergruppen, einzelnen Musikern und Motiven mit Instrumententeilen(der Natur "zugefügt") enthalten sollten. Wie schon in den letzten Jahren, war es mein Anliegen, das Ganze auch spielerisch, humoristisch anzugehen, um den Betrachter nachher zu "verleiten", doch etwas länger bei den einzelnen Bildern zu verweilen. Mir war auch bewusst, dass vielleicht nicht alle Motive auf den ersten Blick "verstanden" würden und eventuell nicht alle Motive "funktionieren" würden. Deshalb habe ich immer etliche Motive mehr eingeplant, damit nachher trotzdem noch eine ausgewogene Mischung bei der Motivauswahl zusammenkommen kann. Eine große Herausforderung dabei war wieder, dass der überwiegende Teil der Fotos Aufgrund des Layout des Programmheftes im Hochformat sein mussten. Wie schon vorher vermutet, funktionierten einige Motive in der Praxis dann im Hochformat auch nicht. Durch eine quadratische Formatbescheidung sind diese Motive für mich persönlich aber noch "rettbar" gewesen. Diese quadratischen Formate sind in meiner Galerie somit auch zu sehen. Eine weitere Hürde für eine optimale Motivgestaltung war der Faktor Zeit. Das ganze Fotoshooting war wieder auf ca. 3 Stunden beschränkt und es waren ca. 30 Motive eingeplant... Das da nicht alles perfekt sitzen würde, versteht sich und man möge mir dafür verzeihen. Wie viel Zeit wohl ein professioneller Fotograf für so einen Auftrag einplanen würde...? Dann rückte der Fototermin näher und die Frage war, wie wird das Wetter...? Kurz gesagt: wir hatten doch ziemliches Glück, es war an dem Morgen zwar noch recht kühl, die Wiesen auch noch erst leicht feucht, aber es war sonnig. Für eine ausgewogene Beleuchtung der Gesichter wäre ein bedeckter Himmel sicherlich besser gewesen, aber dann hätte man beispielsweise bei dem Fahrradmotiv nicht so eine wunderbare Wolkenbildung gehabt. Dank der Hilfe einiger Kollegen verlief dann der Termin auch ziemlich reibungslos. Trotzdem: eine Wagneroper ist nicht so anstrengend zu spielen, wie dieser Fototermin einmal im Jahr...!
Von den ca. 800 geschossenen Fotos (vom ersten Foto um 9:35Uhr bis zum letzten um 13:59 Uhr alle 3,5 sec. ein Foto...) blieben letztendlich 16 für das Programmheft "übrig", glücklicherweise dieses Jahr zum ersten Mal farbig gedruckt, endlich...! Die ca. 40 Fotos meiner persönlichen Auswahl für die Galerie auf meiner Internetseite beinhaltet auch die Fotos im quadratischen Format und die vielleicht nicht direkt "verständlichen" Bilder. Aber wer beispielsweise nicht die Instrumentensaiten in Bild _194 (er)kennt, oder die aufgesteckten Oboenröhrchen im Bild _124, der kann sich anhand der Fotos weiterbilden und meine beabsichtigten kleinen Spielereien mit "Natur und Kultur" auch in den anderen Motiven nun hoffentlich entdecken und richtig geniessen. Hier geht es nun zu der Galerie und ich hoffe, meine Fotos können sie etwas unterhalten. nach oben
...meine Orchesterfotografie
Wenn ich hier nun als offiziellen Abschluß meiner fotografischen Tätigkeit im Orchester ein paar Gedanken zu meiner Orchesterfotografie niederschreibe, steht zu allererst ein ganz großer Dank an meine lieben KollegInnen im Vordergrund., denen ich z.T. sehr nahe auf die Pelle rücken konnte. Das war anfangs nicht wirklich so, aber meine Ergebnisse konnten überzeugen und Vertrauen aufgebaut werden, da ich ja keine komprometierenden Bilder machen wollte. Durch diese Nähe war es mir möglich, ungewöhnliche Perspektiven zu wählen. Dabei stand bei mir immer im Vordergrund, den Musiker in seiner natürlichen Umgebung abzulichten, was z.T. technische Herausforderungen mit sich brachten. Das Licht ist nun mal im Orchestergraben nicht besonders und auch auf der Probebühne und im Saal. Da das Ranrücken auch mit dem Tele notwendig war, ich konnte mich ja nicht immer während des  laufenden Betrieb störend umherbewegen, waren hohe ISO-Werte und längere Belichtungszeiten fast immer nötig und mit viel Glück gelangen Fotos auch bei 300mm und 1/30 sec. Dies ist vergleichbar mit der Tierfotografie in freier Natur  und für mich war immer das Spannende, des "Orchesterwild" zu entdecken und festzuhalten... Manchmal schwebten mir Motive vor, die einfach so nicht funktionierten und so mussten etliche Probenpausen herhalten und in Absprache mit den KollegInnen konnte ich mit besserer Optik dann wirklich nah ran, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Ich wollte es aber immer so aussehen lassen, als ob es mitten aus dem geschehen heraus fotografiert worden wäre... Das die Bilder dann mal etwas "rauschen" oder begrenzte Schärfe und Verwackelungen haben, nehme ich gerne in Kauf. Nichts ist schlimmer als "abgeleckte" Studioaufnahmen mit Models, die nicht einmal richtig ein Instrument halten können. Auch  bei meinen Studioaufnahmen z.B. beim Blechinstrumentenschooting entwickelte sich so etwas wie "Witz" z.B bei den  "fünf kleinen Freunden" und die Aufnahmen sind durch Verwendung professionellem Licht qualitativ einfach besser und man kann "knipsen" was das Zeug hält. Das ist während der Proben natürlich sehr lästig. Da ich das selber kenne, wie nervig Kameraauslösungen sein können, habe ich versucht, dies so begrenzt wie möglich zu halten, wobei es mit nur einem Klick schwierig sein kann, den richtigen Moment zu erwischen, aber dann wartete ich eben auf das nächste Mal. Wenn man allerdings den Blick für ein Motiv nicht hat, dann kann man noch so lange warten und mir wurde ein guter Blick des öfteren schon bestätigt  Das schmeichelt  natürlich sehr, was aber auch begründbar ist, weil ich selbst Musiker bin und weiß, wann man auslösen kann und muss. Nun muss ich mir andere Motive suchen, allerdings bleibe ich dem Metier treu durch Engagements bei anderen Ensembles und Musikern und vielleicht nehme ich das ein oder andere Mal die Kamera wieder mit ins Orchester, ich habe noch so viele "Bilder" im Kopf!!! Update 2017: Für die Rathauskonzertprogramme habe ich dann doch weiter die Fotos gemacht und auch einzelne Portraits für die Konzerthefte.  Inzwischen habe ich auch öfter die Kamera wieder dabei gehabt, denn seitdem habe ich ja mein Kalenderprojekt gestartet und da brauchte ich ein paar neue Motive. Außerdem wurd nach unserer Italientournee 2015 Impressionen der Tournee für das Sinfoniekonzertprogrammheft 16/17 benötigt und für die Spielzeit 17/18 durfte ich für das Programmheft sämtliche Kollegen portraitieren, siehe nächster Artikel
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Die Portraitserie für das Programmheft 2017/18
AufbauIch war natürlich sehr erfreut über den Auftrag, sämtliche Kollegen für das neue Sinfoniekonzertprogrammheft abzulichten. Und ich wusste, dass das schon eine schöne Herausvorderung darstellt. Die Grundvoraussetzungen, so ein umfangreichen Auftrag durchzuführen, ist erst einmal die richtige Aussstattung. Glücklicherweise hatte ich mir schon in der letzten Zeit alle nötigen Utensilien für ein mobiles Studio zugelegt, es auch schon ausgiebigst getestet und nun kam also der "Härtetest". Eine weitere Herausforderung war der Zeitfaktor. Bei 66 Personen mit jeweils nur 5 Minuten Zeit sind das immerhin 5,5 Stunden reines Fotografieren und dann kommt ja noch die Nachbearbeitung am PC hinzu. Ich habe dann daraus 6 Termine gemacht, um das Ganze zu "entzerren". Da das Fotoshooting ja im Theater stattfinden sollte, ist für so einen Anlass ein mobiles Studio natürlich sehr praktisch. So passt alles quasi in eine Kiste und ist schnell aufgebaut. Da die Fotos im Programmheft nur sehr klein sein sollten, mit weißen Hintergrund und bei allen mit gleicher Beleuchtung, kamen alle drei Blitze, die ich mir angeschafft hatte, zum Einsatz. Alle Blitze sind drahtlos mit der Kamera verbunden, zwei können an der Kamera drahtlos eingestellt werden. Den Hauptblitz mit einem weißen Streuschirm(der nimmt dem Blitzlicht die Härte) positionierte ich leicht links und den zweiten Blitz von leicht hinten rechts, der den entstehenden Schatten des Hauptblitzes rechts aufhellt und etwas Streiflicht von hinten gab. Den dritten Blitz brauchte ich, um den Hintergrund auch wirklich weiß zu bekommen. Dieser Blitz wird durch die beiden anderen mit ausgelöst. Außerdem kam auch noch ein Reflektor zum Einsatz, den jeder beim Fotografieren auf seinem Schoß halten musste. Der gab noch etwas indirektes Licht von "unten" dazu. Wie sich die Beleuchtung verändert, wenn mal ein Blitz nicht richtig auslöst, sieht man bei folgenden zwei Bildern. Beim ersten Foto hat der Hintergrundblitz nicht ausgelöst und somit ist der Hintergrundstoff zu erkennen und er ist nicht richtig weiß. Beim zweiten Foto war der Hauptblitz noch nicht richtig eingestellt. Das dritte Foto zeigt dann das Endergebniss mit den leichten Anpassungen in Farbgebung, Kontrast, Helligkeit etc. nach der Bildbearbeitung.

Beispiele  Beispiele  Beispiele


Eine Kollegin erklärte sich bereit, für die Einstellung der optimalen Beleuchtung für alle Gesichter zur Verfügung zu stehen. Wie feine Unterschiede in der Beleuchtung sich bemerkbar machen, kann man hier nicht wiedergeben, aber nach etlichem Schieben und Verstellen, bei Brillenträgern sollte ja keine Spiegelung entstehen, konnte dann die "Massenabfertigung" losgehen. Schnell stellte sich heraus, dass 5 Minunten durchaus ausreichen, ich kenne ja die Kollegen, kenne ihren "Blick" und gewisses Vertrauen war vorhanden... So blieb sogar immer Zeit, dass jeder sich gleich sein treffenstes Portrait aussuchen konnte. Dank Monitor an der Kamera ist das ja kein Problem und ich war ein kleines Problem los... Wenn mal noch keines passendes Foto dabei war, habe ich einfach gleich noch eine Serie hinterhergelegt und dann passte es immer. Trotz optimaler gleichbleibender Beleuchtung, zeigten sich nachher am PC doch unterschiedliche Ergebnisse. Einfach weil kurze oder lange, offen oder geschlossene und dunkle oder helle Haare und dunkler bzw. heller Hauttyp das eingesetzte Licht unterschiedlich reflektierte und zu unterschiedlichen Ergebnissen führte. Das galt es nachher am PC zu korrigieren und anzupassen und auch das kostet einfach nicht ganz unerhebliche Zeit. Aber wie ich denke, hat sich der nötige Aufwand gelohnt. Im Endeffekt sind dann meine gewählten Ausschnitte für den Druck im Programmheft noch einmal(und auch rund) beschnitten worden und dem Design des Heftes passend in sw umgewandelt worden, aber ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Die mobile Lichtanlage hat sich im ersten Dauertest (Akkus haben auch gut mitgemacht) bestens bewährt.
Ich will hier keine Schleichwerbung machen, aber über youtube bin ich vor einiger Zeit auf den Fotografen Stefan Wiesner gestoßen, der genau diese mobile Lichtanlage empfiehlt und auch verschiedenste Tipps zum Fotografieren in seinem Blog https://www.stephanwiesner.de/blog/fotografieren-lernen/ gibt. Ich find seine Tipps übrigens sehr empfehlenswert.

Ansonsten möchte ich mich bei unserm zukünftigen GMD Golo Berg für das Vertrauen in meine fotografische Arbeit bedanken, sowie auch den KollegInnen für die reibungslose und erfolgreiche Zusammenarbeit bei diesem Projekt danken.
Wenn das Programmheft irgendwann endlich einmal online sein sollte, werde ich es hier verlinken.
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Fotobuch von Saaldigital, ein "Produkttest"
Normalerweise lasse ich meine Druckerzeugnisse wie meine Kalender und diverse Fotobücher bei viaprinto drucken und da bin ich eigentlich sehr zufrieden. Nun hatte ich Gelegenheit, einmal über saaldigital ein Fotobuch testen zu können. Dies wird auf echtem Fotopapier ausbelichtet und das war für mich spannend, dies einmal mit meinen Fotos in der Hand zu haben. Saaldigital bietet eine eigene Software an, die ein sehr einfaches Gestalten eines Fotobuches möglich macht. Normalerweise benutze ich ein eigenes Profiprogramm(indesign) dazu und die Gestaltung dort ist recht aufwendig. Da ich allerdings bei diesem Fotobuch nur ganzseitige Bilder verwenden wollte(ich habe ein Buch mit meinen Highlights 2014-16 gestaltet), und ich auch die Software von Saaldigital ausprobieren wollte, habe ich mir die Software runtergeladen und verwendet. Sie funktioniert einwandfrei und ich konnte zügig das Buch erstellen. Die Bestellung lieft dann auch gleich über die Software und schon ein paar Tage später war das Produkt geliefert. Mit 120 Seiten und auf festen Fotopapier, ist das Buch schon ganz schön gewichtig, aber es fühlt sich dadurch auch sehr hochwertig an und die Bilder sehen einfach fantastisch aus, farbecht und klar bis ins kleinste Detail. Genau so, wie ich sie am PC vom Raw-Format ausgehend "entwickelt" hatte. BildEinzig der Umschlag erscheint mir in der Farbgebung etwas blasser, als ich das am Monitor vorher bearbeitet hatte. Vielleicht lag das auch an meiner Vorlage, das bliebe noch einmal zu testen... Ansonsten ist es auch sehr schön, die Bilder in der Buchmitte bis zum Rand hin sehen zu können. Normalerweise verschwindet durch die Bindung ein kleines Stück der Bilder, wenn man ganzseitig drucken lässt. Beim Buch von Saaldigital überhaupt nicht, was sehr schön ist. Man könnte ein Panorama nahtlos über zwei Seiten drucken lassen.
Mein erstes Fazit: Toller Druck auf hochwertigem Papier und dadurch ein sehr präsentables Fotobuch für die eigenen wertvollen Bilder. Verständlicherweise gibt es keine Preisabstufungen bei Bestellung einer höheren Auflage, aber da würde ich aus meiner bisherigen Erfahrung auch eher auf meine schon bewährten Bezugsquellen ausweichen. Die nächste Jahresammlung meiner Bilder werden dann wohl wieder mit Saaldigital sein, sozusagen als analoge Sicherung meiner schönsten Fotos.

@SaalDigital“ - #saaldigital www.saaldigital.de