1 Woche Schnee = fast wie Urlaub

Viel Schnee + sehr viel Schnee + sehr kalt + herrlichstes Wetter + Raureif + viel Stapfen durch den Garten und die Umgebung + ein Gefühl von Urlaub = sehr vieeeele Fotos. Die Eiligen müssen für alle Fotos bis zum Ende des Artikels scrollen…

Bekanntlich war ja nun eine Woche lang wunderbare Winterwonderworld auch im ansonsten oft schneefreien Münsterland. Folge war erst einmal, daß wir hier auf dem Land nur noch zu Fuß wegkamen. Einkaufstechnisch hatten wir schon vorgesorgt und so konnten wir die Ausnahmesituation sehr geniessen und ich viele Bildchen knipsen.

Eine kleine Chronologie meiner „Ereignisse“:

Sonntagmorgen und es hatte seit dem Abend geschneit, gewindet und es war bitterkalt, sodaß der Schnee sogar an unserer Tennenscheibe hängen blieb und quasie ein Gemälde zauberte.

Zu dem Zeitpunkt traute ich mich noch nicht mit der Kamera raus und so blieb es den ganzen Tag und auch den Nächsten. Nebenbei erzählt musste ich uns auch erst einmal ums Haus herum freischaufen und Wege schaffen, somit hatte ich kein Sinn für eine Fototour. Die ersten Fotos entstanden „nur“ am Fenster. Die Vögel waren munter an ihrem Futterhäuschen direkt am Wohnzimmerfenster aktiv. Mit einem schwarzen Tuch abgehängt, konnte ich so ganz nah am Geschehen sein und vor allem warm und trocken.

Am nächsten Tag wurde es dann sonnig und so hab ich mir morgens gleich meine Drohne geschnappt, um die Schneewelt(sprich unsern Hof) mal von oben zu betrachten. Fantastisch, aber plötzlich ist der Akku leer(laut Anzeige…) und ich kann die Drohne nicht richtig zurückholen, sie stürzt durch ein Baum und landet im Schnee. Ein Motor ist dreckig und knirscht… Wenigstens ein Foto hatte ich(auch Videos) und dann musste ich erst einmal die Drohne reinigen und trocken legen…und nun kann nur hoffen, daß sie irgenwann wieder geht….

Mittags dann die erste lange Schneefotografiertour durch die Nachbarschaft und viele Licht-Schatten-Spiele wie z.B. an der Bahnlinie Münster-Enschede, die noch schneebedingt außer Betrieb ist.

Neuer Tag, neues Schneeglück. Bei der Kälte liegt natürlich einmal ein „Gefrorene-Seifenblase-Foto“ an. Die ersten Versuche klappen auch schon einigermaßen, aber es ist wohl anscheinend viel zu kalt, die Seifenblasenlauge gefriert schon im Glas und ich kann nicht weiter ausprobieren…

Weiter geht es an dem Morgen durch den Garten und später dann in die nähere Umgebung. Es gibt hier ja viele Wege, aber frei sind nicht alle, sodaß die Tour recht anstrengend wird, aber „ergebnisreich“. Und immer wieder stelle ich beim Fotografieren fest: weniger ist mehr…

Der nächsten Morgen: alles voller Raureif in einer beeindruckenden Stärke. Leider spielt die Sonne nicht so mit und wenn im Schnee kein Kontrast ist, wird es schwierig. Im folgenden Motiv ist der Raureif für meine Begriffe zu kontrastlos und so wenig zu sehen, trotzdem ein ganz hübsches Bild…?

So muss ich auf den Mittag warten, um vor und mit blauem Himmel fotografieren zu können, erst wieder im Garten und dann querfeldein an unserer ehemaligen Grundstücksgrenze. Für 1,7km und z.T. 40cm Schnee brauche ich 1,5 Stunden, auch wegen der ewigen Fotografiererei. Danach bin ich platt, aber glücklich…

Mit noch mehr Raureif beginnt der nächste Tag und ich kann das Fotografieren natürlich wieder nicht lassen.

Abends wollte ich dann noch den Sonnenuntergang nahe unserm Grundstück fotografieren, leider fand ich keine wirklich schöne Stelle… Bei klarer Luft ging die Sonne sehr kräftig unter, auch nicht so interessant für ein gutes Foto. Für den nächsten Morgen war der Sonnenaufgang um 7:47 Uhr auf meinem Plan.

Bei -15 Grad war ich passend an der Umgehungsstraße von Altenberge, von dort hat man einen Blick bis in den Teutoburger Wald. Auch dieser Sonnenaufgang war „kräftig“, aber mit passender Kulisse konnte ich einige Motive machen. Ziemlich schnell spürte ich meine Fingerspitzen nicht mehr und ich wollte die Tour schon abbrechen… Aber die zahllosen Motive ließen das einfach nicht zu und mit zunehmender Sonneneinstrahlung vergaß ich Finger und Kälte und noch einmal konnte ich nicht genug von der herrlichen Landschaft im Schnee bekommen. Mein Entspannungsprogramm „Fotografieren“ ging auch für diesen Tag wieder voll auf. Schließlich sollte ja Montag nach einer Woche Winterwonderland der Regen kommen und ich wollte den Tag nochmal so richtig „ausnutzen“.

Heute am 15.2. liegt zwar noch Schnee. Zu einer Wanderung noch ohne Regen war ich auch unterwegs, ohne Kamera!!! Es geschehen noch Zeichen und Wunder, aber nach so schönen Tagen, war das Kameraschleppen heute wirklich nicht nötig.

Wer nun noch nicht genug Schneebilder gesehen hat, kann alle, die ich für sehenswert halte, nun in mehr oder weniger chronologischer Abfolge geniessen. Viel Vergnügen dabei.

Das Emsdettener Venn…

…am frühen Sonntagmorgen und warum später keine gute Idee ist… Bilder folgen am Ende des Beitrages, vorher allerdings noch ein bisschen Text, den sie aber auch überspringen dürfen, dann erfahren sie aber nichts über die Fotos und die Tour, können sie aber vielleicht genauso geniessen… Das Naturschutzgebiet Emsdettener Venn ist übrigens ein etwa 341,7ha große Gebiet, das im Jahr 1941 unter Naturschutz gestellt wurde und das Teil des Europäischen VogelschutzgebietsFeuchtwiesen im nördlichen Münsterland“ ist.

Endlich war mal wieder sonniges Wetter angekündigt, allerdings nur für den Sonntag. Trotzdem hab ich mir früh den Wecker gestellt, denn um 8.13 Uhr sollte Sonnenaufgang sein. Schließlich wollte ich den gerne mit Wasser im Vordergrund ablichten. Na gut, so früh ist das auch nicht, erst im Sommer muss man schon z.T. weit vor 6 Uhr auf der Matte stehen, will man einen Sonnenaufgang erleben… Rechtzeitig am Zielpunkt im Emsdettener Venn, verfärbte sich der Himmel schon rötlich, leider ohne jegliche Wolken. Ich kann ja auch nicht einfach mal so zufrieden sein, denn Wolken hätten einfach einen schöneren Sonnenaufgang bedeutet…

Nun hab ich genug auf hohen Niveau gejammert, denn mit Sonne konnte ich natürlich trotzdem interessante Aufnahmen machen und es wurden an dem Morgen seeehr viele. Ein bisschen Statistik: 798 Fotos zeigt die Kamera am Ende der Tour an, von denen blieben 158, die ich in Lightroom bearbeitet habe. Von denen habe ich dann auf einer Social Media-Plattform 75 gezeigt. Wen diese ganze Serie interessiert: https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=10225324779855265&id=1496111036

Noch einmal reduziert habe ich schließlich die Anzahl der Fotos, die ich hier zeigen möchte, denn nach so einer Tour entdecke ich manchmal „rote Fäden“ die meine Fotos des Tages durchziehen. Für diese Tour war es das Stichwort „experimentell“, denn das Licht und das Wasser verleitete zu vielen „Versuchsfotos“, bei denen ich dachte, naja probier es einfach mal. Normalerweise, entdecke ich ein Motiv, weiß damit irgendwie umzugehen, finde richtige Einstellung und weiß gleich, das wird was. Heute nun war das oft anders, denn ich habe z.T. viele Auslöser gebraucht, bis ich das Motiv hatte. Daher auch die hohe Anzahl an Bildern auf der Speicherkarte. So habe ich mit Unschärfen, Spiegelung oder lowkey und highkey experimentiert, aber das macht natürlich so eine Tour noch spannender für mich. Diese Bilder und ein paar andere „Normale“ zeige ich dann gleich einmal.

Zurück ins Emsdettener Venn, denn diese morgendliche Stimmung mit Sonne, Raureif, gefrorenen Wasserflächen, Vertrocknetem und Abgestorbenen und und und waren einfach fantastisch anzusehen und herrlich zu geniessen und natürlich tolles Futter für meine Kamera. Ich hab mich insgesamt über 5 Stunden dort aufgehalten. Ich kann so richtig die Zeit vergessen und wunderbar abschalten, aber ganz wachsam alles beobachten und geniessen. Alles in allem ein sehr intensiver Gang durch die Natur. Weit kommt man beim so einem fotowalk, wie es ja neudeutsch heutzutage heißt nicht und bei den Minustemperaturen sterben einem fast auch die Finger ab, trotz der Fotohandschuhe, die nur Daumen und Zeigefinger freigeben. Die Sonne begann nun immer mehr auch zu wärmen und langsam verschwand dadurch dann aber auch der Raureif. Tiere gibt es im Venn übrigens auch, aber die standen eigentlich nicht in meinem Fotografierfocus, aber als es sich dann immer mehr unangenehm mit Menschenmassen füllte, merkte ich, wie die Rehe aufgescheucht über die Wiesen und Wege sprangen, um irgendwo einen ruhigen Platz zu finden. Selbst ganz ruhig stehend, denn so sehen die Tiere einen nicht, kamen sie mir sogar relativ nahe und das konnte ich auch einmal festhalten.

Aber auch ich bin schließlich vor den Menschenmassen geflüchtet. Ich hatte ja „Ausbeute“ genug für den restlichen Tag am Laptop und am wärmenden Kamin…

Nun aber lasse ich endlich einmal meine Bilder sprechen:

…das dürfen Sie jetzt auch. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und bis bald!

Der Weg ist das Ziel, oder…

…zum Ziel(foto) ist manches im Weg – die ganze Geschichte hinter dem Weg vom Weinglas über die Geige zur Bratsche und zum Endfoto.

Lockdownzeit bedeutet für mich viel Fotografierzeit und wenn das Wetter wieder mal nicht zum radeln oder wandern einlädt und nicht für ein Outdoorfoto reicht, dann muss man eben Indoor kreativ werden. Vor ein paar Tagen war es soweit, ich habe mich mal an die Lowlight-Fotografie herangewagt. Entstanden ist dabei das Foto meiner Startseite mit dem Weinglas. Ein typisches Motiv, mit dem man das gut üben kann.

Diese Idee war relativ schnell umgesetzt und da ich nun schon den Lichtaufbau stehen hatte, habe ich darüber nachgedacht, was noch möglich wäre. Ich kam schnell darauf, in diesem Aufbau auch mal meine Geige zu fotografieren. Gedacht, getan… aber das war dann nicht mehr ganz so einfach. Ich stellte fest, dass das Glas natürlich viel mehr spiegelt und sich so die Kanten wesentlich deutlicher abzeichneten. Ich musste bei de Geige stärker blitzen(in der Sofbox befindet sich der Blitz und über diese habe ich einen schwarzen Stoff gehängt) und das Instrument mehr vom schmalen schwarzen Stoffhintergrund entfernen. Dann gab es aber auch mehr Streulicht in den dunklen Bildbereichen. Ein paar schwarze Pappen verhinderten dies dann aber schließlich.

Dabei musste ich nun „nur“ noch schauen, daß die Umrisse des Instrumentes innerhalb des Hintergrundes sind, damit ich den schwarzen Rand nachher gut ergänzen kann. Ich habe das Motiv allerdings nicht mit dem ganzen Instrument hinbekommen, da dies ja irgendwie stehen musste und so die Konturen im unteren Teil des Instrumentes sich nicht abzeichneten, weil da kein Licht von hinten kam. Aber so, wie vom Ausschnitt her angedacht, gefiel mir das Foto auch. Da ich bei dem Ergebnis kaum noch Farbe im Bild hatte, habe ich dann das finale Foto gleich ganz in s/w umgewandelt.

Soweit so gut und ich war eigentlich ganz zufrieden mit dem Foto. Doch dann packte mich der Ergeiz, denn ich kam auf die Idee, mit einer Lichterkette das Instrument auch von innen zu beleuchten und außerdem den Steg und die Schnecke mit einem kleinen Lichtkegel anzuleuchten, um einerseits Farbe ins Bild zu bekommen und auch etwas Mystik durch die Beleuchtung zu erzeugen. Dabei sollte das weiterhin mit nur einem Foto geschehen. So musste ich die verschiedenen Lichtquellen aufeinander abstimmen und das gestaltete sich noch etwas schwerer, aber ich hab es dann doch (ganz gut?) hinbekommen. Kenner werden die etwas andere Instrumentenform erkennen, denn ich bin für dieses Foto auf die Bratsche umgestiegen. Alles musste daraufhin neu ausgerichtet und feinjustiert werden.

Das Foto zeigt den „Versuchsaufbau“, wobei ich für das Foto die Kopflampe in die Hand genommen habe, den Lichkegel mit den Fingern noch mehr verkleinert habe und gezielt so nur den Steg beleuchtet bekam und der Schatten vom Steg zwischen Steg und Griffbrett passte. Nun schien alles zu passen, aber dann… Erst am PC entdeckte ich, dass das Instrument zu schräg gestanden hatte und die Schnecke dann nicht mehr in der Schärfeebene war. Also musste ich am folgenden Tag alles noch einmal herrichten, Lichterkette wieder in die Bratsche und und und… nun passte alles, ich hatte endlich an alles gedacht… Diese Foto ist nun dabei herausgekommen:

Einzig der schwarze Hintergrund wurde in Photoshop ergänzt und das Kabel der Lichterkette, die aus dem Instrument heraus kam, musste ich nur noch wegstempeln.

Natürlich habe ich im Gegensatz zum Weinglas die Bratsche nicht mit Wein übergossen, allerdings wäre das wohl sehr spektakulär geworden…

Mich würde interessieren, wie dieses Foto so ankommt, würde mich also über einen Kommentar freuen, oder auch über eine mail u.a.

Vielen Dank für das Interesse und auf bald!

derbildkomponist

Meine (drei) Besten aus 2020

Wenn ich nur drei Fotos aus 2020 behalten dürfte, welche wären das? Eine schwere Entscheidung? Spontan habe ich ziemlich schnell drei Fotos zusammen und darum denke ich lieber nicht weiter darüber nach, sonst kann ich mich dann doch nicht mehr entscheiden. Ich möchte hier anhand der Fotos einmal erklären, warum es gerade diese drei für mich geworden sind.

Sculpture “Body and Soul” (Duk-Kyu Ryang, 2015) vor LVM-Versicherung

Das 1. Foto habe ich an einem ziemlich trüben Tag im Januar bei dem relativ neuen Gebäudekomplex der LVM-Versicherung gemacht. Dort wollte ich zur blauen Stunde schon öfter mal hin, aber wie das so ist… Ich wollte gerne den großstädtischen und modernen Charakter des Gebäudes einfangen. Leider war das Wetter trübe und die Hand auch erst noch garnicht beleuchtet. Es gab aber ja noch genug andere interessante Perspektiven. Schließlich ging die Beleuchtung doch noch an, bevor der Himmel zu dunkel wurde und ich konnte mich an meine Fotoidee machen. Mit dem Weitwinkel kam ich nah an die Hand heran und konnte so mit der Dimension von Hand und Gebäude spielen. Ergebnis ist ein modernes, dynamisches und buntes Foto, nicht wirklich typisch für Münster und ein weiteres Foto für meine „Münster – stattAnsichten. Inspiriert wurde ich nach diesem Foto zu einer Fotoidee für meinen neuen Dauerkalender „Variationen mit Musik“. Dazu dann mal bei Gelegenheit mehr.

Ein schöner Rücken kann auch entzücken – Stachelschwein im Allwetterzoo

Das 2. Foto stammt aus dem Allwetterzoo Münster. Ich hatte mir in 2020 eine Jahreskarte zugelegt, weil ich mal wieder öfter im Zoo fotografieren gehen wollte. Bei einer dieser Fototouren, auf der ich bewusst einmal nur s/w fotografieren wollte, sah ich bei den Erdmännchen das Stachelschwein in seinen Gehege herumlaufen. Da ich das noch nie fotografiert hatte, wollte ich die Gelegenheit für ein Foto einmal nutzen. Das wollte sich aber wohl nicht fotografieren lassen, oder es interessierte sich einfach nur nicht für mich…, was wohl eher der wahre Grund war. Es lief unbekümmert an mir vorbei und streckte mir sein Hinterteil entgegen. Klick, da war der Schnappschuss auch schon im Kasten…und dann auch noch so passend in schwarzweiss und ich hatte ein Foto mehr in der Sammlung: Gesichter in der Natur.

Wasser auf der Coloscasia esculenta

Das 3. Foto ist bei einer der Fototouren durch den Botanischen Garten in Münster entstanden, bei dem ich bewusst einmal einen Blitz zum Beleuchten meiner Motive dabei hatte, denn wettertechnisch sah es an dem Tag nicht so dolle aus. Vor dem Gewächshaus stand diese großblättrige Pflanze und ich habe versuchsweise einmal den Blitz hinter das Blatt gestellt und einfach mal getestet, wie das wohl aussehen würde. Diese tolle Blattstruktur sah ich dann erst so richtig am Kameramonitor und das gesammelte Wasser zauberte ebenfalls interessante Effekte. So kam ein Foto zustande, welches sich erst bei genaueren Hinschauen erschließt und es so zu einem „Hingucker“ macht. Es wurde auch gleich zum Titelbild meines Kalenders 2021 „In der Natur“.

Fazit: Drei aus meinen 250 Highlights von insgesamt 5000 Fotos aus meiner Bibliothek des Jahres 2020 waren schnell gefunden, aber wenn ich weiter darüber nachdenke, fallen mir dann doch noch einige tolle Motive ein, wie z.B. folgendes Foto:

Viadukt in Altenbeken, das finale Zielfoto des Tages um 22.00 Uhr

Es ist eines der ganz bewusst geplanten Fotos. Die Location hatte ich im Internet herausbekommen, als ich im Sommer auf einem Kurztrip im Eggegebirge war. Mir schwebte das Foto so vor Augen und ich habe ganz gezielt dort länger gestanden, bis Licht und der Zug gepaart mit längerer Belichtungszeit harmonisch zusammenpassten. Die Warterei hatte sich gelohnt. Naja und dann habe ich noch ein ganz frisches Foto:

Hier bei diesem definitiv letzten Foto in diesem Beitrag ging es wieder, wie so oft bei meinen Fotos, recht spontan zu. Es schien am 1.Weihnachtstag ein toller Sonnenuntergang zu werden und ich bin schnell mit meiner Kamera raus, um nach einem passenden Motiv in meiner Umgebung zu suchen. Diese Baumgruppe hatte ich schon öfter fotografiert. Der Himmel dramatisierte sich zunehmend, ich wagte mich durch den matschigen Acker bis an diese riesige Pfütze, habe dann manuell die geeignete Belichtungszeit und Blende an der Kamera eingestellt und fünf überlappende Fotos gemacht, denn ich wollte möglichst viel Landschaft auf das Bild bekommen. Am heimischen PC wurde dann dieses Panorama daraus. Nur mit Mühe konnte ich mich aus dem Matsch „befreien“, in den ich inzwischen zu versacken drohte. Hose und Schuhe waren voller Lehm, die Kamera aber gottseidank noch sauber…

Das war es aber jetzt wirklich mit dem Beitrag, bevor ich hier verleitet werde, immer mehr Fotos zu zeigen und auch zu erläutern. Denn hinter jedem Foto steckt zumindest eine kleine Geschichte… Aber ich habe ja vorgesorgt, denn all meine Highlights aus 2020 sind zur Unterhaltung der geneigten Leserin und natürlich auch des geneigten Lesers hier versammelt: Highlights 2020

Im übrigen würde ich mich freuen, wenn sie öfter einmal hier vorbeischauen. Die Frequenz meiner Beiträge möchte ich in 2021 etwas erhöhen, sprich mehr über meinen Bilder schreiben und von meinen Aktivitäten erzählen.

Wir sehen uns?

Ihr/Euer Bildkomponist Andreas Denhoff

Highlights 2020

Wie jedes Jahr zeige ich in der Galerie meinen fotografischen Rückblick auf das letzte Jahr mit vielen Motiven, die zu meinen Favoriten gehören. In anderen Galerien habe ich sie natürlich auch z.T. schon gezeigt, diese Galerie gibt einfach nochmal ein „schnelleren“ Überblick über mein letztes Jahr mit meinen Kameras. Es sind besonders viele Fotos geworden, ca. 250 aus über 5000 Fotos, die ich gemacht habe. Dank Corona und meinem persönlichen Lockdown hatte ich sehr viel Zeit für mein Hobby…

Viel Vergnügen nun mit und bei meinen Fotos:

Ob es jemand beim Schauen bis hierher geschafft hat? Das würde mich schon interessieren…

Frohe Weihnachten!

So wird Weihnachten 2020 wohl bei vielen aussehen. Corona hat uns alle fest im Griff aber: nicht nur vor so einem Virus sind wir Menschen alle gleich. Es ist eine gewaltige Chance für uns, sich den wirklich relevanten Dingen zuzuwenden. Das beste daraus machen, ist trotz der schwierigen Zeiten eine sinnvollere Alternative und wo wir uns dem Augenblick verschreiben, wird das Leben erst gehaltvoll. Wir sollten einfach mal Nähe und Distanz neu definieren, Gewohnheiten trotz Einschränkungen aber weiter pflegen. Dafür braucht es ein bisschen Kreativität und viel Hoffnung. Der Zauber der Hoffnung kennt unendlich viele Lichter, die sich nicht einfach auspusten lassen.

Ich mit meiner Fotografie bin existenziell von Licht abhängig und ich möchte wenn auch nur einen winzigen Teil zum einem positiven Denken beitragen, meine Fotos sollen dazu dienen.

In diesem Sinne viel Licht zu Weihnachten, Hoffnung und Kreativität für 2021

Euer Andreas

P.S. Das Foto oben ist übrigens mit nur einer kleinen Klemmlampe beleuchtet. Ich wollte das Foto schlicht halten und möglichst stimmungsvoll die Krippenfiguren von J.Fischedick(1908-84), die bei uns in Familienbesitz sind, beleuchten…

Wir sagen euch an den lieben Advent…

Bei diesem puristischen Adventskranz kam ich auf die Idee, an jedem Advent einmal eine andere Fotoidee umzusetzen. Das sollte in „nüchterner“ Umgebung geschehen, die Zahlen mit einbeziehen und das ganze sollte auch in ungewöhnlicher Perspektive abgelichtet werden. Außerdem wollte ich das möglichst dezent zusätzlich beleuchten, was in diesem Fall mit einer Kopflampe geschah, damit das natürliche Kerzenlicht das Foto trotzdem noch dominiert. Und das ist dabei herausgekommen:

Mein Weg zum fertigen Foto

Nachdem ich heute bei meiner Radtour ein Motiv fotografiert habe, das noch einer ordentlichen Nachbearbeitung bis zum fertigen Foto bedurfte, werde ich hier einmal meine Schritte zu diesem Endfoto erläutern, vielleicht ist das ja mal ganz interessant….

Das Ausgangsfoto, welches ich im RAW-Format fotogarafiert habe, ist insgesamt natürlich durch das trübe Dezemberwetter recht flach. Der Himmel ist ohne Struktur und auch sonst würde ich so ein Foto eigentlich eher wieder löschen. Durch das RAW-Foto habe ich allerdings mehr Möglichkeiten in der Bearbeitung. Zuerst wähle ich den passenden Ausschnitt und nehme dafür vom Rasen etwas weg, richte die stürzenden Linien links am Gebäude. Dann regel ich die Belichtung etwas runter, damit nachher Struktur im Himmel herauskommt(die eigentlich schon vorhanden ist), schiebe dafür auch die Lichter etwas runter und hebe die Tiefen minimal an. Nun hebe ich den Schwarzwert etwas an und Weißwert etwas runter und auch Struktur und Klarheit etwas rauf. So wird das Foto kontrastreicher. Dann ziehe ich von oben her einen Verlaufsfilter runter, um den trüben Himmel noch mehr ins „dramatische“ zu schieben. All diese Dinge sind bei JPEG-Fotos aus normalen Kameras schon quasi voreingestellt, aber pauschal, damit es auf alle Fotos passt. In meiner „Entwicklung“ kann ich aber alles nuancierter beeinflußen. Nun ist folgender Stand erreicht:

Für meinen Geschmack ist nun der Himmel zu bläulich und mir fehlt noch etwas mehr Kontur und Helligkeit im Schilf und dem Hänger. Auch das Gebäude kann noch etwas „Licht“ gebrauchen. Also ziehe ich mir sog. Radialfilter auf und helle die entsprechenden Stellen im Foto auf. So kommt ein bisschen hellere Stimmung ins Bild und ich kann den Blick des Betrachters so auf die jeweiligen Stellen „lenken“. Den zu „blauen“ Himmel entsättige ich nun noch etwas, so wird er eher wieder grau. Dabei fällt mir noch auf, daß links oben im Foto ein Ast „unmotiviert“ in den Himmel ragt. Den stempel ich eben noch weg… Nach meinem Empfinden ist das Foto nun fertig und so nach meinen Vorstellungen, wie ich sie schon beim Fotografieren gesehen habe. Und passt es?

Mit gewisser Routine ist so eine Bildbearbeitung schnell geschafft und das Foto gewinnt eindeutig dazu. So kann man mit wenigen Aktionen ein spannenderes Bild aus dem Original herausholen.

Novemberlockdownbluesnachlese

Inzwischen ist der November vorbei, der Lockdown leider nicht, aber ich zeige hier einmal meine fotografischen Ergüsse aus diesem Monat. Sinn und Zweck meiner Fotoaktion war, gegen den Novemberblues mit den Fotos „anzugehen“. So schlimm kann doch der Monat nicht werden… Erst kommen die täglichen veröffentlichten Fotos und dann folgt alles, was mir sonst noch so vor die Linse kam. Hab halt mehr als ein Foto/Tag gemacht und vom Novemberblues ist nicht allzuviel zu sehen… Viel Vergnügen nun beim Schauen.

Naturkalender 2021 ist in der Mache

Ich möchte euch nicht vorenthalten, daß es doch kurzfristig einen Kalender 2021 gibt. Allerdings zum Thema „In der Natur“. Ich bekam nämlich jetzt einen Auftrag für eine Kleinstauflage und da kam ich auf die Idee, ihn doch wenigstens auch hier zu bewerben. Vielleicht interessiert er euch oder ihr sucht noch nach einem individuellem Weihnachtsgeschenk. Format ist DIN A3 und der Preis wird bei 15,-€ liegen, zzgl. 5,-€ Versand. Ich bitte euch, mir eure Wünsche  bis zum 30.11. mitzuteilen, ich werde nur vorbestellte Kalender drucken. Am 1.12. gebe ich den Kalender in Auftrag und sobald er hier eingetroffen ist (rechne mit 6-7 Arbeitstagen), liefere ich ihn direkt aus. So sieht der Kalender nun aus und ich freue mich auf reges Interesse.