Großes Glück hatte ich, dieses Jahr mal das Neujahrskonzert frei zu haben. Also wohin, um dem Wintercamping und der freien Zeit zu frönen? Ich kenne das Wintercamping ja schon, aber Sylvia musste erst überzeugt werden und was kann ich schon mal als Fazit schreiben: sie ist es inzwischen voll und ganz. Aber das Ganze von vorne. Als Ziel war schnell der Harz auserkoren und mit dem Bremer Teich ein Campingplatz inmitten der Natur, sehr einfach, aber was braucht man? Natur, Ruhe, Ziele für Regentage und schöne Städtchen in der Umgebung. All das hatten wir.




Herrlichstes Wetter bei Ankunft und das Lager war schnell gemacht. Die erste kleine Runde auch und unser inzwischen obligatorische alkoholfreier Sekt am 1.Abend machten einen guten Start in den Urlaub.

Unser erster Tag war dann von Niesel geprägt, was uns aber nicht abhielt, als Wanderziel die Große und Kleine Teufelsmühle an der Viktorshöhe anzusteuern. Typische Mittelgebirgslandschaft mit Forstwegen und einem leichten Anstieg zum Ziel. Der Wald ist in dem Bereich noch relativ viel vorhanden…



















Am darauf folgenden Tag war nach einer Hunderunde und entspannten Frühstück mit der Besichtigung der Manufaktur Harzkristall eine schöne Abwechlung geboten.



















Die Suche nach einem geöffeten Restaurant führte uns am Abend nach Quedlinburg und nach dem Speisen gab es einen Verdauungspaziergang durch die noch weihnachtlich stimmungsvoll illuminierte Stadt.

















Neuer Tag und neue Hunderunde am Bremer Teich, bevor es zur Teufelsmauer ging. Bei langweiligem blauen Himmel gab es dann mal Kontakt mit der Spur von Goethe im Harz, der dort zu Studien weilte, was auf einen Stein eingraviert war. Wir genossen die Sonne und die bizarren Felsformationen.












































Nachmittags ein Besuch im Kuckuksmuseum in Gernrode, mit ein bisschen zuviel Kuckuck, aber naja… Belohnt haben wir uns mit einem tollen Essen im Felsenkeller etwas ausserhalb von Gernrode. Der Mond in der Nacht schien uns direkt ins warme Bettchen, im ebenso immer gut warmen Wohnwagen. Wintercamping ist einfach herrlich!













Dann kam in der Nacht auf den 31.12. der erste Schnee und was für ein fantastischer Anblick am Morgen. Wir hatten Spass, die Hunde auch. Die paar Zentimeter Schnee waren aber noch nicht alles. Im Schneetreiben führte uns die Hunderunde zur Selketalbahn, die passend Dampf schnaubend an uns vorbei fuhr.























Das Warten auf 0:00 Uhr machte uns kreativ, aber die Realität ist halt anders. Gottseidank gab es auf dem Platz Böllerverbot und so konnten wir Sylvester gut „verschlafen“.



Das neue Jahr begrüßte uns also mit noch mehr Schnee. Ein Neujahrskonzert am 1.1. führte uns nach Sondershausen ins Achteckhaus beim Schloß zum Loh-Orchester. Der Schnee schien nur in der Umgebung vom Campingplatz zu liegen. Die Hinfahrt war etwas nieselig, kein Schnee mehr und nach dem Besuch eines Bekannten aus dem Orchester war das Konzert sehr schön, ein klassisches Neujahrskonzert mit Wiener Couleur in einem tollen Saal. Die Rückfahrt in den Harz wurde zu einer spektakulären Fahrt mit Schneetreiben und schneebedeckten Strassen, anstrengend zu fahren, aber mit einer fantastischen Winterlandschaft als Belohnung.









Die Bilder vom 2.Januar sprechen Bände und wir genossen die weisse Landschaft um den Bremer Teich mit den Hunden. Ber schleppte gleich den Schnee mit sich. Pech, wenn man so kurze Beine hat und so zotteliges Fell.













Was hatten wir für ein Glück, hatte es wohl im Harz lange nicht mehr so viel Schnee gegeben. Am letzten Tag ging es noch einmal in die schneefreie Weltkulturerbestadt Quedlinburg bei richtig schönem Wetter, vielen schönen Ecken und Geschäften, die unsern Kofferraum füllten. Es machte einfach Spaß, im Vergleich zu Münster oder beispielsweise Berlin, ganz entspannt in den vielen kleinen individuellen Läden zu shoppen und die historische Stadt zu genießen.





































Nach kulinarischer Sättigung im “Benedikt” ging es zurück in den Schnee und der Abend endete mit mehreren Runden Tridom. Eine Familientradition, die ich nun auch mit Sylvia weiterleben kann, wie eben auch das Wintercamping.

Am nächsten Morgen war dann leider schon wieder Einpacken angesagt und Mithilfe eines Treckers konnte der Wohnwagen ohne Probleme aus dem Schnee gezogen werden und wir wieder gen Heimat reisen.

Ich hoffe, dass die Fotos einen guten Eindruck von unserm Urlaub wiedergeben konnten. Wir haben den Winterurlaub im und um den Wohnwagen im Harz sehr geniessen können, alles passte wie bestellt. Danke für’s lesen und schauen.

Ein schöner Bericht mit tollen Bildern! Den Tipp mit Eurem Winzer hab ich mittlerweile befolgt und auch der Campingplatz ist abgespeichert 😉
Viel Spaß bei den weiteren Touren!