Kalender 2022

Ja, es gibt ihn!

Nein, in keinem Geschäft!

Ja, wieder ein Naturkalender!

Nein, die „Variationen mit Musik“ kommen nächstes Jahr „wieder“.

Kosten: 15,- € (zzgl 5,- € Versand) in DIN A3. Bis zum 28.11.(1,Advent) vorbestellen, Lieferung dann bis Weihnachten. Will noch jemand mehr wissen? Achja, so sieht er aus:

Gefällt er, dann ganz schnell her mit den Bestellungen.

Freue mich!

„Sommerurlaub“ – mal im Herbst

Rund um unsern Lieblingscampingplatz in Toblach

Die Freude war groß, als sich herausstellte, dass wir dieses Jahr einmal im Herbst ins Pustertal fahren könnten. Zu dieser Jahreszeit waren wir noch nie dort. Einige(fast zu viele und heftige) uns hindernde Gründe mussten zwar aus dem Weg geräumt werden, aber schließlich stand unser kurzfristig neuer erworbener Wohnwagen(genau gesagt Gebrauchter…) „bezugsfertig“ bei Toblach auf dem Camping Olympia.

Für uns ein optimaler Platz, von dem aus man seine Unternehmungen sehr gut starten kann. Und nicht nur die Pizza im platzeigenen Restaurant Samyr ist einfach super lecker… Ein bisschen Werbung für diesen Platz darf doch sein, oder? Wir sind schließlich das 8.Mal hier und wir freuen uns immer wieder, hier den Urlaub wandernd, aber viel mehr radelnd oder einfach nur geniessend zu verbringen. Ach ja, bei mir kommt natürlich noch „fotografierend“ hinzu und darum soll es hier ja auch hauptsächlich gehen. Wenn ich nicht alleine unterwegs bin, gerät dies zwar eher mal in den Hintergrund, ich will ja die Geduld der nicht fotografierenden Ehepartnerin nicht zu sehr strapazieren und ich finde und bekomme genügend Freiräume, meinem Hobby zu fröhnen. So hat sich meine folgende Galerie trotzdem wieder mit vielen Motiven gefüllt und wie immer gibt es ab und an meine „Gedanken“ oder einfach nur Infos direkt unter den Bildern. Bevor der Urlaub in Toblach überhaupt begann, hatte ich auch schon bei unserer Zwischenstation mit Übernachtung am Waldsse bei Roth ein Foto im Kasten:

„Nilpferd im Waldsee“ – oder war es doch nur ein Baumstumpf?
Jedenfalls war es noch sehr früh an diesem Morgen…

Nun aber zur Gegend um Toblach. Die kann man ziemlich gut mit dem Rad erkunden, was als eingefleischter Radfahrer natürlich super ist. So gibt es z.B. den Pustertalradweg runter bis nach Brixen. Man kann auch rauf nach Sexten radeln oder bis nach Lienz in Österreich auf dem Drauradweg gelangen oder durchs Höhlensteintal am Toblacher See vorbei bis Cortina d’Ampezzo kommen und auch noch weiter., es ist die Radstrecke nach Venedig. In den Hängen des Pustertales fahren ist auch vielfältig möglich und wenn die Steigung mal auf 10 % und mehr ansteigt, dann ist Mann(und Frau) über die Erfindung des E-Bikes sehr dankbar. Wanderwege gibt es ebenfalls in Hülle und Fülle. Highlight ist und bleibt der Rundweg um die Drei Zinnen oder um den Pragser Wildsee. Beide sind touristisch gut erschlossen und (leider auch) gut frequentiert. Vor 15 Jahren, beim ersten Wandern um die Zinnen und auch um den Pragser Wildsee ging das noch viel entspannter… Ausgiebig testen konnte ich auch meinen neuen Fotorucksack mit ganz neuer und interessanter „Benutztechnik“ Dazu in einem extra Beitrag später einmal mehr.

Nun folgt aber endlich mein „Fototagebuch aus Toblach/Südtirol“. Gute Unterhaltung dabei:

Anmerkung: Vor allem bei den Panoramafotos lohnt es sich, auf das Bild zu klicken…

Nachtrag:

So glatt wie das Wasser des von der Hinfahrt schon bekannten Waldsees ging die Reise zwar nicht. Viele kleine und größere „Ereignisse“, die hier aber nicht hingehören, machen jedoch einen Urlaub aus. Man hat sich noch lange etwas zu erzählen und was wäre eine Reise ohne diese Geschichten. Apropos Geschichte: das Nilpferd war nicht mehr im See. War es also doch nur meine Fantasie? Zwei Erklärungen hätte ich aber. Die eine: es ist natürlich eine Frage der Perspektive und ich hab nur einen anderen Bildausschnitt gewählt, damit es nicht im Bild ist. Oder: …….die wirkliche Erklärung verrate ich aber nur persönlich. Mich einfach direkt danach fragen…

Nationalpark Kellerwald- Edersee in 4 Tagen

Vier Tage Urlaub im Nationalpark Kellerwald-Edersee habe ich im Folgenden zu einem Fototagebuch zusammengefasst. Und damit der mir Wohlgesonnene im Ansatz weiß, wo die Reise lang führte, hier ein kurzer chronologischer Abriss.


1.Tag: Rund um den Edersee
Entspannte 59 km rund um den Edersee, machmal auch an Straßen entlang aber mit wenig Verkehr und mit vielen Blicken auf den See, zwei Bäumen im Wasser und einer Kirche im See. Man kann auch hier „Reschensee“. Nach Stärkung am Platz ging es abends dann noch knapp 30km zum Schloß Waldeck und zurück ohne Sonnenuntergang, es schoben sich Wolken vor die untergehene Sonne…

2.Tag: Kreuz und quer durch den Kellerwald
Viel schöne Gegend auf der Tour, auch einsam und besonders beeindruckend der Hutewald Halloh. Ja, so heißt der wirklich, mit seinen knorrigen bis zu 300 Jahre alten Buchen. Weiter auf der Tour mitten im Grünen einen tollen Töpferladen in Frebershausen entdeckt und etwas Geld dort gelassen. Aufkommender Regen zwang mich zu einer Pause, aber eine halbe Stunde später konnte ich die Tour fotsetzen und kurz vor Ende der Tour ging es zu einer Jausenstation. Erbsensuppe gehört(wie die passende Musik) einfach zu einer Wanderung, wenn auch mit dem Rad zwingend dazu…


3.Tag: An der Eder und dann in den Kellerwald

Im abziehenden Nebel ging es am 3.Tag los auf dem Ederradweg, quasi flach verlaufend bis Fritzlar. Von dort dann in Richtung Borken(Hessen) und auf den Altenburgturm. Der Weg war steinig, rutschig und am Ende so steil, dass ich mein Rad schieben musste. Die Belohnung dafür gab es in Form einer langen Bergabfahrt!  Entspannung am kleinen Oberuffer See, mit Libellenrettung und-beobachtungen. Dann nochmal hoch auf die Burgruine Löwenstein und durch den fantastischen Talgraben, der eigentlich wegen umgestürzter Bäume nicht mit dem Rad zu empfehlen ist. Zwischenziel war Bad Wildungen. Dort eine der leckersten Pizzen seit Jahren  gegessen. In der Summe dann doch insgesamt 1000 Höhenmeter erradelt, e-bike sei Dank und am Ende des Tages 91 km auf dem Tageskilometerzähler…

4.Tag: Korbach hin – Ederseebahnradweg zurück
Natürlich führte die Tour erst wieder durch den Kellerwald und nochmal ein Teilstück am Edersee entlang. Man kann das ruhig auch ein zweites Mal fahren und entdeckt z.B. andere Blickwinkel auf den Baum im Wasser bei Herzhausen… In Korbach etwas durch die hübschen Fachwerkgassen geradelt und diesmal war die Belohnung ein super leckeres Amarettoeis. Der Rückweg auf dem Ederseebahnradweg verlief dann ganz entspannt.

Nach Worten folgen nun die Fotos meiner Taten, eigentlich in chronologischer Reihenfolge, nur manchmal wegen der Motive etwas umsortiert, manche Bezüge sind auch ungewollt so entstanden. Aber schaut selbst. Viel Vergügen nun:

Wer es bis hierher geschafft hat, bei derjenigen oder demjenigen bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit und wünsche alles Gute, hoffentlich nicht erst bis zur nächste Urlaubsgalerie.

– derbildkomponist –

Warten auf den Schulbus…

„Jesus“ war quasi der Anlass, mit der Sammlung von Fotos westfälischer Wartehäuschen zu beginnen. Als ich Mitte Mai auf einer Radtour an einem Wartehäuschen vorbei fuhr und im Augenwinkel gerade noch den Schriftzug „Jesus“ vernahm, musste ich doch mal umdrehen und davon ein Foto machen. Das grüne Häuschen in grüner Umgebung sah ich beim Fotografieren schon in einer etwas intensiveren Bildbearbeitung, so geschehen dann zuhause am PC. Ich hatte einfach Lust drauf und das Bild vertrug es.

Diese Wartehäuschen dienen zumeist den Schüler*innen, die hier auf dem Land morgens bei Wind und Wetter auf den Schulbus warten müssen. Sie scheinen oft auf Privatinitiative hin aufgestellt zu werden und sind vielfältig, z.T. auch liebevoll gestaltet, aber auch „verunstaltet“ und oft vernachlässigt… Als meine Tochter dieses erste Foto sah, fiel ihr ein weiteres Wartehäuschen ein, welches ebenfalls diesen gleichen Schriftzug enthielt. Da ist also ein „Sprayer“ im Münsterland unterwegs, der sich mit dem Schriftzug verewigen will, gefunden habe ich diesen auch noch einmal auf einem Stromhäuschen. Beweggründe dafür bleiben wohl ungeklärt…

Inzwischen sah ich auf meinen Touren hier auf dem Land immer wieder weitere Häuschen – meine Sammlung begann zu wachsen. Und bei allen wagte ich eine kräftigere Bildbearbeitung. Gestern war nun endlich einmal das von meiner Tochter erwähnte Häuschen auf einer Radtour dran. Zwei Weitere kamen mir vorher noch auf der Strecke vor die Linse. Und wie es so der Zufall wollte(???), wurde es das 25. Häuschen meiner kleinen Serie, das zweite mit dem Schriftzug „Jesus“. Ich werde motiviert weiter für diese Serie Häuschen sammeln….

Hier nun aber die ersten 25 Westfälischen Wartehäuschen:

Der Mauerweg und drumherum

Drei Tage Berlin mit dem Rad und 236 km später…

Ein „Tierkrankentransport“ war der sehr kurzfristige Anlass nach Berlin zu fahren. Wer jetzt keine Zeit hat weiter zu lesen, der scrolle nun an das Ende des Beitrages, wo er die Fotoserie zu meinem Aufenthalt schauen kann.

Meine Idee, Berlin mal mit dem Rad zu erkunden, konnte ich nun wenigstens für drei kurz(weilig)e Tage,  natürlich mit der Kamera in Angriff nehmen. Für die Vielfalt und Größe reichen drei Tage natürlich nicht, es war aber mal ein Anfang. Wie nachher in Bild hier die Chronologie der  „Erradlung“  Berlins in Textform:

Erste Tour zum „Beine vertreten“ nach langer Autoanreise mit Katze und meiner kleinen Tochter. Anmerkung der Redaktion: so klein ist sie garnicht, denn sie ist Studentin in Berlin, sie bleibt es aber für mich immer… Es ging mit dem Rad über’s Tempelhofer Feld. Auf dem ehemaligen Flugplatzgelände herrscht munteres Freizeitgetümmel und es ist herrlich kreuz und quer zu radeln und das Treiben und die Stimmung aufzusaugen.


Für Tag 1 hatte ich eine Tour durch’s Berliner Grün geplant, grob gesagt am Köpenicker Schloss vorbei um den Müggelsee und per Umweg zu meiner großen Tochter(…) zurück nach Alt-Treptow, meinem Schlafquartier. 90km bis über die Stadtgrenze Berlins hinaus waren es letztendlich und die ganz entspannt durch viel Wald und mehr Grün als ich dachte und auf Berge! Aber das kenne ich ja vom Westfalenland…

Blick von ca 100m am Müggelberg auf den Müggelsee


Tag 2 stand der Mauerweg auf meinem Tour- und Fotografierplan, der durch Alt-Treptow geht und dem ich von dort ca 25km in Richtung Norden folgen wollte, mit Abstechern zu bekannten und nahe der Strecke liegenden Sehenswürdigkeiten. Das geht alles erstaunlich gut mit dem Rad und man kann gelassen durchs ganze Regierungsviertel fahren. Anekdote am Rande: am Brandenburger Tor macht ja jeder sein Selfie auf seine Art, aber die Krönung war ein Trucker, der sich mit seinem Fahrzeug plötzlich direkt vor das Brandenburger Tor stellte, ausstieg und in aller Seelenruhe seine Fotos macht…  Nein, was regten sich die Leute gleich auf, weil sie für einen Moment keinen freien Blick für ihr Foto hatten. Ich fand’s richtig lustig…

Fotografisch beeindruckend war auch der Cube Berlin vorm Hauptbahnhof. Ansonten zeigen ja die Fotos, was ich auf der Tour so alles auf die Speicherkarte gebannt habe. Eigentlich sind auch kaum klassische „Postkartenmotive“ dabei, die kennt und kann ja jeder, mir liegen er so Motive wie dieses vom Checkpoint:


„amerikanisch“

Tag 3 war der Verwandschaft gewidmet, die in Strausberg eine Datscha hat. Auch das wurde eine schöne Radtour von insgesamt 83km Länge, obwohl ich da nur wenige Fotos gemacht habe, wie u.a. diese Bockwindmühle in Marzahn, ein architektonisch heftiger Kontrast in einem Foto…

Die Bockwindmühle von Marzahn

Tag 4 war 485km lang und endete zuhause in Altenberge, mit dem Rad im Auto…
Fazit meiner Reise: Berlin als Großstadt hat auf mich eigentlich nie so richtig eine Faszination ausgeübt, so das ich z.B. wie meine Töchte dort leben oder wenigstens studieren wollte, aber nun ist sie doch etwas entfacht und ich werde wieder kommen, schon alleine wegen meiner tollen Kinder… Töchter!
Jetzt also endlich mein Bildertagebuch von 3 Tagen Berlin.
Viel Spaß!

Drei Tage Berlin

Und so schließt sich der Kreis zum ersten Foto, meinem Fahrrad auf dem Tempelhofer Feld. Danke für das Interesse an diesem Beitrag. Kommentiert werden darf er auch…

Inspiration youtube

Vorgestern sah ich bei youtube ein Video eines Fotografen, dem ich dort folge und der einmal sehr informativ über „Farben in der Fotografie richtig einsetzen“ sprach. Einem Bereich, den ich bis jetzt immer nur durch die sog. Sättigung oder Farbtemperatur angewendet habe. Dieses Video brachte mir nun dezidierter die Möglichkeiten näher, dies z.B. auch über die Kalibrierung zu wagen, d.h auch mit Farbverschiebungen zu arbeiten und dabei durchaus etwas mutiger bei der Anwendung  zu sein. Ja, war mein Gedanke, da muss ich mich mal heran wagen…
Heute nun auf einer Radtour kam ich auf einem Feldweg an einem grünen Wartehäuschen in grüner Umgebung vorbei, erinnerte mich an mein Vorhaben und sah schon das fertige Bild vor meinem inneren Auge. Das erste Foto für eine neue Serie war gemacht. Zuhause ging es dann gleich an den ersten Versuch, die Idee in der Bildbearbeitung anhand der Kalibrierung umzusetzen. Das Original und die Bearbeitung nun hier:



Ich hatte also „Blut geleckt“ und das Resultat lässt sich doch auch wohl sehen, oder? Gleich darauf hab ich mein umfangreiches Archiv nach passenden weiteren Fotos durchsucht und dabei kristalisierte sich auch ein Titel für die kleine Serie heraus. Ich bin viel mit dem Rad in der Umgebung auf Feldwegen unterwegs. Feldweg-Fotografie klingt aber irgendwie nicht so sexy und statt streetphotography nenn ich das ganz einfach „dirtroadphotography“!  Neue Serie, neue Herausforderung und wieder ein Grund mehr, mit der Kamera loszuziehen. Geht doch!
Zunächst muss ich noch ein bisschen mit „alten“ Fotos üben, wie bei diesen:

Demnächst und bei Erfolg mehr Fotos in diese Richtung, ich hoffe, es gefällt.

Damit schieße ich meine Fotos


Jetzt fotografiere ich schon seit über 2 Jahren mit einem anderen Kamerasystem und nachdem ich inzwischen (fast) alles für dieses System zusammengekauft habe, was mein Fotografenherz erfreut, ist es an der Zeit, einmal zu resümieren und die Geschichte dahinter zu erzählen, wie es soweit kommen konnte.

Also: Auslöser für ein Systemwechsel war eigentlich der immer mehr aufkommenden Wunsch, mit einer Kamera unterwegs zu sein, die schön klein ist, aber dennoch alles bietet. Zudem wollte ich mich beim Fotografieren auch mal „reduzieren“ und nur mit einer Festbrennweite losziehen. So informierte ich mich im Internet nach einer passenden Kamera und nach längerer und intensiver Recherche war ich schließlich soweit, mir eine Sony der 6000er-Reihe zu gönnen. Die letzte Beratung und den Kauf wollte ich aber gerne analog machen, weil man im Internet schließlich schlecht die Handhabung testen kann und die schien mir durchaus wichtig zu sein. Ich ging also in Münster in den Fachhandel, um mich zu beraten und dann zu kaufen. Aus dem Geschäft kam ich schließlich mit der Lumix GX 9 von Panasonic und einer 50mm Standartfestbrennweite, auf Kleinbild umgerechnet. Was war passiert? Dem kompetenten Verkäufer hatte ich über meine Wunschkamera und meine Idee dahinter erzählt. Der aber fragte mich, ob er mir denn neben der Sony trotzdem auch mal die Lumix-Kamera zeigen dürfe. Ich ließ mich gerne darauf ein. Spontan überzeugte mich an der Kamera der schwenkbare Sucher. Meines Wissens nach die einzige Kamera, die das hat. Außerdem ist das MFT-System(Micro for Thirds) durch den kleineren Sensor noch mal etwas kompakter, so auch leichter. Ansonsten sah ich in dem Moment auch keinen wirklichen Vorteil mehr bei der Sony und so kaufte ich spontan und aus dem Bauch heraus die Lumix, sie schien einfach meine Kamera zu sein.

Und was soll ich letztendlich nach 2 Jahren sagen: sie ist es immer noch. Sie hat dann auch noch reichlich Zuwachs bekommen, in Form verschiedenster Objektive und und und. Und auch die große Schwester, die G9 hat sich inzwischen dazugesellt, weil ich mich damit letztendlich von meiner(trotzdem auch geliebten) Spiegelreflex, der Canon 6D leichter verabschieden konnte. Da ich ab und an doch auch mal Fotoaufträge habe, war es für mich praktischer, nur ein Kamerasystem mit zwei Kameras zu besitzen. So nutze ich die G9 gerne mit den Zoomobjektiven im Telebereich, weil die Kamera für schwerere Objektive griffiger ist und die GX9 mit den Festbrennweiten und dem Zoom im Weitwinkelbereich, wenn ich mal reduziert unterwegs sein will. Aber auch andere Kombinationen – je nach Fotografiersituationen – machen das ganze System wunderbar flexibel. Das Entscheidende aber ist der Gewichtsverlust. Die vergleichbare Ausrüstung reduzierte sich von 5654g auf 2721g(!!!). Mit minimalistischer Ausrüstung der Gx9 und einer Standartfestbrennweite geht das ganze dann sogar unter 600g, herrlich!

Des Weiteren begeistert mich das voll schwenkbare Touchdisplay bei der Lumix immer wieder, wenn ich z.B. den Focuspunkt setzten muss, oder ungeahnte Perspektiven entdecken will, alles total flexibel. Ich bin kein Techniknerd und will hier deshalb gar nicht genau ins Detail gehen, aber der Workflow macht mir jetzt einfach noch mehr Spaß. Mache ich damit bessere Bilder? Nein! Oder vielleicht doch? Ich denke schon ein bisschen, weil sich mehr Möglichkeiten aufgetan haben und ich mich damit auch noch wieder ein paar Schritte weiterentwickelt habe. Außerdem habe ich neue Inspiration für meine Kreativität gefunden. Man lernt nie aus und Inspiration ist ein guter Lehrmeister. Man muss nur dran bleiben, dshalb gibt es soviele Bilder von mir… Bei der Bildqualität sehe ich eigentlich keinen Verlust, obwohl ich ja von Vollformat auf den kleineren MFT- Sensor „downgegradet“ habe.. Einzig allein das höhere Rauschverhalten ab 1600 ISO könnte man bemängeln, das hat mich bis jetzt jedoch noch nicht gestört. Habe sogar die Milchstraße damit fotografieren können.

Aber ob der geneigte Bildbetrachtende meiner Fotos überhaupt den Wechsel registriert hat…? Was für mich entscheidend ist: ich bin mit mit mehr Leichtigkeit unterwegs, es macht einfach mehr Spaß und den sollte man ja bei einem Hobby mit Leidenschaft immer haben.
Und noch was: wer sich jetzt fragt, warum ich denn nicht mit bekannten Herstellern wie einer Sony oder Canon oder Nikon unterwegs bin. Ich schau mir viele informative Formate von Fotografen auf youtube an und da werden besagte Marken oft gehypt, besonders Sony. Auch ich war dem Einfluss anfangs unterlegen, haben zu müssen, was „die“ haben. Aber sein wir doch mal ehrlich, sieht man den Fotos die Marke an? Nein! Der Fotograf macht das Bild und er bedient sich der Technik und die ist heute einfach auf einem guten Niveau, so dass die Marke immer unwichtiger wird. Das ist meine persönliche Meinung und nun Schluß mit meinem Beitrag, demnächst lasse ich wieder mehr meine Bilder sprechen.

1 Woche Schnee = fast wie Urlaub

Viel Schnee + sehr viel Schnee + sehr kalt + herrlichstes Wetter + Raureif + viel Stapfen durch den Garten und die Umgebung + ein Gefühl von Urlaub = sehr vieeeele Fotos. Die Eiligen müssen für alle Fotos bis zum Ende des Artikels scrollen…

Bekanntlich war ja nun eine Woche lang wunderbare Winterwonderworld auch im ansonsten oft schneefreien Münsterland. Folge war erst einmal, daß wir hier auf dem Land nur noch zu Fuß wegkamen. Einkaufstechnisch hatten wir schon vorgesorgt und so konnten wir die Ausnahmesituation sehr geniessen und ich viele Bildchen knipsen.

Eine kleine Chronologie meiner „Ereignisse“:

Sonntagmorgen und es hatte seit dem Abend geschneit, gewindet und es war bitterkalt, sodaß der Schnee sogar an unserer Tennenscheibe hängen blieb und quasie ein Gemälde zauberte.

Zu dem Zeitpunkt traute ich mich noch nicht mit der Kamera raus und so blieb es den ganzen Tag und auch den Nächsten. Nebenbei erzählt musste ich uns auch erst einmal ums Haus herum freischaufen und Wege schaffen, somit hatte ich kein Sinn für eine Fototour. Die ersten Fotos entstanden „nur“ am Fenster. Die Vögel waren munter an ihrem Futterhäuschen direkt am Wohnzimmerfenster aktiv. Mit einem schwarzen Tuch abgehängt, konnte ich so ganz nah am Geschehen sein und vor allem warm und trocken.

Am nächsten Tag wurde es dann sonnig und so hab ich mir morgens gleich meine Drohne geschnappt, um die Schneewelt(sprich unsern Hof) mal von oben zu betrachten. Fantastisch, aber plötzlich ist der Akku leer(laut Anzeige…) und ich kann die Drohne nicht richtig zurückholen, sie stürzt durch ein Baum und landet im Schnee. Ein Motor ist dreckig und knirscht… Wenigstens ein Foto hatte ich(auch Videos) und dann musste ich erst einmal die Drohne reinigen und trocken legen…und nun kann nur hoffen, daß sie irgenwann wieder geht….

Mittags dann die erste lange Schneefotografiertour durch die Nachbarschaft und viele Licht-Schatten-Spiele wie z.B. an der Bahnlinie Münster-Enschede, die noch schneebedingt außer Betrieb ist.

Neuer Tag, neues Schneeglück. Bei der Kälte liegt natürlich einmal ein „Gefrorene-Seifenblase-Foto“ an. Die ersten Versuche klappen auch schon einigermaßen, aber es ist wohl anscheinend viel zu kalt, die Seifenblasenlauge gefriert schon im Glas und ich kann nicht weiter ausprobieren…

Weiter geht es an dem Morgen durch den Garten und später dann in die nähere Umgebung. Es gibt hier ja viele Wege, aber frei sind nicht alle, sodaß die Tour recht anstrengend wird, aber „ergebnisreich“. Und immer wieder stelle ich beim Fotografieren fest: weniger ist mehr…

Der nächsten Morgen: alles voller Raureif in einer beeindruckenden Stärke. Leider spielt die Sonne nicht so mit und wenn im Schnee kein Kontrast ist, wird es schwierig. Im folgenden Motiv ist der Raureif für meine Begriffe zu kontrastlos und so wenig zu sehen, trotzdem ein ganz hübsches Bild…?

So muss ich auf den Mittag warten, um vor und mit blauem Himmel fotografieren zu können, erst wieder im Garten und dann querfeldein an unserer ehemaligen Grundstücksgrenze. Für 1,7km und z.T. 40cm Schnee brauche ich 1,5 Stunden, auch wegen der ewigen Fotografiererei. Danach bin ich platt, aber glücklich…

Mit noch mehr Raureif beginnt der nächste Tag und ich kann das Fotografieren natürlich wieder nicht lassen.

Abends wollte ich dann noch den Sonnenuntergang nahe unserm Grundstück fotografieren, leider fand ich keine wirklich schöne Stelle… Bei klarer Luft ging die Sonne sehr kräftig unter, auch nicht so interessant für ein gutes Foto. Für den nächsten Morgen war der Sonnenaufgang um 7:47 Uhr auf meinem Plan.

Bei -15 Grad war ich passend an der Umgehungsstraße von Altenberge, von dort hat man einen Blick bis in den Teutoburger Wald. Auch dieser Sonnenaufgang war „kräftig“, aber mit passender Kulisse konnte ich einige Motive machen. Ziemlich schnell spürte ich meine Fingerspitzen nicht mehr und ich wollte die Tour schon abbrechen… Aber die zahllosen Motive ließen das einfach nicht zu und mit zunehmender Sonneneinstrahlung vergaß ich Finger und Kälte und noch einmal konnte ich nicht genug von der herrlichen Landschaft im Schnee bekommen. Mein Entspannungsprogramm „Fotografieren“ ging auch für diesen Tag wieder voll auf. Schließlich sollte ja Montag nach einer Woche Winterwonderland der Regen kommen und ich wollte den Tag nochmal so richtig „ausnutzen“.

Heute am 15.2. liegt zwar noch Schnee. Zu einer Wanderung noch ohne Regen war ich auch unterwegs, ohne Kamera!!! Es geschehen noch Zeichen und Wunder, aber nach so schönen Tagen, war das Kameraschleppen heute wirklich nicht nötig.

Wer nun noch nicht genug Schneebilder gesehen hat, kann alle, die ich für sehenswert halte, nun in mehr oder weniger chronologischer Abfolge geniessen. Viel Vergnügen dabei.

Das Emsdettener Venn…

…am frühen Sonntagmorgen und warum später keine gute Idee ist… Bilder folgen am Ende des Beitrages, vorher allerdings noch ein bisschen Text, den sie aber auch überspringen dürfen, dann erfahren sie aber nichts über die Fotos und die Tour, können sie aber vielleicht genauso geniessen… Das Naturschutzgebiet Emsdettener Venn ist übrigens ein etwa 341,7ha große Gebiet, das im Jahr 1941 unter Naturschutz gestellt wurde und das Teil des Europäischen VogelschutzgebietsFeuchtwiesen im nördlichen Münsterland“ ist.

Endlich war mal wieder sonniges Wetter angekündigt, allerdings nur für den Sonntag. Trotzdem hab ich mir früh den Wecker gestellt, denn um 8.13 Uhr sollte Sonnenaufgang sein. Schließlich wollte ich den gerne mit Wasser im Vordergrund ablichten. Na gut, so früh ist das auch nicht, erst im Sommer muss man schon z.T. weit vor 6 Uhr auf der Matte stehen, will man einen Sonnenaufgang erleben… Rechtzeitig am Zielpunkt im Emsdettener Venn, verfärbte sich der Himmel schon rötlich, leider ohne jegliche Wolken. Ich kann ja auch nicht einfach mal so zufrieden sein, denn Wolken hätten einfach einen schöneren Sonnenaufgang bedeutet…

Nun hab ich genug auf hohen Niveau gejammert, denn mit Sonne konnte ich natürlich trotzdem interessante Aufnahmen machen und es wurden an dem Morgen seeehr viele. Ein bisschen Statistik: 798 Fotos zeigt die Kamera am Ende der Tour an, von denen blieben 158, die ich in Lightroom bearbeitet habe. Von denen habe ich dann auf einer Social Media-Plattform 75 gezeigt. Wen diese ganze Serie interessiert: https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=10225324779855265&id=1496111036

Noch einmal reduziert habe ich schließlich die Anzahl der Fotos, die ich hier zeigen möchte, denn nach so einer Tour entdecke ich manchmal „rote Fäden“ die meine Fotos des Tages durchziehen. Für diese Tour war es das Stichwort „experimentell“, denn das Licht und das Wasser verleitete zu vielen „Versuchsfotos“, bei denen ich dachte, naja probier es einfach mal. Normalerweise, entdecke ich ein Motiv, weiß damit irgendwie umzugehen, finde richtige Einstellung und weiß gleich, das wird was. Heute nun war das oft anders, denn ich habe z.T. viele Auslöser gebraucht, bis ich das Motiv hatte. Daher auch die hohe Anzahl an Bildern auf der Speicherkarte. So habe ich mit Unschärfen, Spiegelung oder lowkey und highkey experimentiert, aber das macht natürlich so eine Tour noch spannender für mich. Diese Bilder und ein paar andere „Normale“ zeige ich dann gleich einmal.

Zurück ins Emsdettener Venn, denn diese morgendliche Stimmung mit Sonne, Raureif, gefrorenen Wasserflächen, Vertrocknetem und Abgestorbenen und und und waren einfach fantastisch anzusehen und herrlich zu geniessen und natürlich tolles Futter für meine Kamera. Ich hab mich insgesamt über 5 Stunden dort aufgehalten. Ich kann so richtig die Zeit vergessen und wunderbar abschalten, aber ganz wachsam alles beobachten und geniessen. Alles in allem ein sehr intensiver Gang durch die Natur. Weit kommt man beim so einem fotowalk, wie es ja neudeutsch heutzutage heißt nicht und bei den Minustemperaturen sterben einem fast auch die Finger ab, trotz der Fotohandschuhe, die nur Daumen und Zeigefinger freigeben. Die Sonne begann nun immer mehr auch zu wärmen und langsam verschwand dadurch dann aber auch der Raureif. Tiere gibt es im Venn übrigens auch, aber die standen eigentlich nicht in meinem Fotografierfocus, aber als es sich dann immer mehr unangenehm mit Menschenmassen füllte, merkte ich, wie die Rehe aufgescheucht über die Wiesen und Wege sprangen, um irgendwo einen ruhigen Platz zu finden. Selbst ganz ruhig stehend, denn so sehen die Tiere einen nicht, kamen sie mir sogar relativ nahe und das konnte ich auch einmal festhalten.

Aber auch ich bin schließlich vor den Menschenmassen geflüchtet. Ich hatte ja „Ausbeute“ genug für den restlichen Tag am Laptop und am wärmenden Kamin…

Nun aber lasse ich endlich einmal meine Bilder sprechen:

…das dürfen Sie jetzt auch. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und bis bald!

Der Weg ist das Ziel, oder…

…zum Ziel(foto) ist manches im Weg – die ganze Geschichte hinter dem Weg vom Weinglas über die Geige zur Bratsche und zum Endfoto.

Lockdownzeit bedeutet für mich viel Fotografierzeit und wenn das Wetter wieder mal nicht zum radeln oder wandern einlädt und nicht für ein Outdoorfoto reicht, dann muss man eben Indoor kreativ werden. Vor ein paar Tagen war es soweit, ich habe mich mal an die Lowlight-Fotografie herangewagt. Entstanden ist dabei das Foto meiner Startseite mit dem Weinglas. Ein typisches Motiv, mit dem man das gut üben kann.

Diese Idee war relativ schnell umgesetzt und da ich nun schon den Lichtaufbau stehen hatte, habe ich darüber nachgedacht, was noch möglich wäre. Ich kam schnell darauf, in diesem Aufbau auch mal meine Geige zu fotografieren. Gedacht, getan… aber das war dann nicht mehr ganz so einfach. Ich stellte fest, dass das Glas natürlich viel mehr spiegelt und sich so die Kanten wesentlich deutlicher abzeichneten. Ich musste bei de Geige stärker blitzen(in der Sofbox befindet sich der Blitz und über diese habe ich einen schwarzen Stoff gehängt) und das Instrument mehr vom schmalen schwarzen Stoffhintergrund entfernen. Dann gab es aber auch mehr Streulicht in den dunklen Bildbereichen. Ein paar schwarze Pappen verhinderten dies dann aber schließlich.

Dabei musste ich nun „nur“ noch schauen, daß die Umrisse des Instrumentes innerhalb des Hintergrundes sind, damit ich den schwarzen Rand nachher gut ergänzen kann. Ich habe das Motiv allerdings nicht mit dem ganzen Instrument hinbekommen, da dies ja irgendwie stehen musste und so die Konturen im unteren Teil des Instrumentes sich nicht abzeichneten, weil da kein Licht von hinten kam. Aber so, wie vom Ausschnitt her angedacht, gefiel mir das Foto auch. Da ich bei dem Ergebnis kaum noch Farbe im Bild hatte, habe ich dann das finale Foto gleich ganz in s/w umgewandelt.

Soweit so gut und ich war eigentlich ganz zufrieden mit dem Foto. Doch dann packte mich der Ergeiz, denn ich kam auf die Idee, mit einer Lichterkette das Instrument auch von innen zu beleuchten und außerdem den Steg und die Schnecke mit einem kleinen Lichtkegel anzuleuchten, um einerseits Farbe ins Bild zu bekommen und auch etwas Mystik durch die Beleuchtung zu erzeugen. Dabei sollte das weiterhin mit nur einem Foto geschehen. So musste ich die verschiedenen Lichtquellen aufeinander abstimmen und das gestaltete sich noch etwas schwerer, aber ich hab es dann doch (ganz gut?) hinbekommen. Kenner werden die etwas andere Instrumentenform erkennen, denn ich bin für dieses Foto auf die Bratsche umgestiegen. Alles musste daraufhin neu ausgerichtet und feinjustiert werden.

Das Foto zeigt den „Versuchsaufbau“, wobei ich für das Foto die Kopflampe in die Hand genommen habe, den Lichkegel mit den Fingern noch mehr verkleinert habe und gezielt so nur den Steg beleuchtet bekam und der Schatten vom Steg zwischen Steg und Griffbrett passte. Nun schien alles zu passen, aber dann… Erst am PC entdeckte ich, dass das Instrument zu schräg gestanden hatte und die Schnecke dann nicht mehr in der Schärfeebene war. Also musste ich am folgenden Tag alles noch einmal herrichten, Lichterkette wieder in die Bratsche und und und… nun passte alles, ich hatte endlich an alles gedacht… Diese Foto ist nun dabei herausgekommen:

Einzig der schwarze Hintergrund wurde in Photoshop ergänzt und das Kabel der Lichterkette, die aus dem Instrument heraus kam, musste ich nur noch wegstempeln.

Natürlich habe ich im Gegensatz zum Weinglas die Bratsche nicht mit Wein übergossen, allerdings wäre das wohl sehr spektakulär geworden…

Mich würde interessieren, wie dieses Foto so ankommt, würde mich also über einen Kommentar freuen, oder auch über eine mail u.a.

Vielen Dank für das Interesse und auf bald!

derbildkomponist