Meine (drei) Besten aus 2020

Wenn ich nur drei Fotos aus 2020 behalten dürfte, welche wären das? Eine schwere Entscheidung? Spontan habe ich ziemlich schnell drei Fotos zusammen und darum denke ich lieber nicht weiter darüber nach, sonst kann ich mich dann doch nicht mehr entscheiden. Ich möchte hier anhand der Fotos einmal erklären, warum es gerade diese drei für mich geworden sind.

Sculpture “Body and Soul” (Duk-Kyu Ryang, 2015) vor LVM-Versicherung

Das 1. Foto habe ich an einem ziemlich trüben Tag im Januar bei dem relativ neuen Gebäudekomplex der LVM-Versicherung gemacht. Dort wollte ich zur blauen Stunde schon öfter mal hin, aber wie das so ist… Ich wollte gerne den großstädtischen und modernen Charakter des Gebäudes einfangen. Leider war das Wetter trübe und die Hand auch erst noch garnicht beleuchtet. Es gab aber ja noch genug andere interessante Perspektiven. Schließlich ging die Beleuchtung doch noch an, bevor der Himmel zu dunkel wurde und ich konnte mich an meine Fotoidee machen. Mit dem Weitwinkel kam ich nah an die Hand heran und konnte so mit der Dimension von Hand und Gebäude spielen. Ergebnis ist ein modernes, dynamisches und buntes Foto, nicht wirklich typisch für Münster und ein weiteres Foto für meine „Münster – stattAnsichten. Inspiriert wurde ich nach diesem Foto zu einer Fotoidee für meinen neuen Dauerkalender „Variationen mit Musik“. Dazu dann mal bei Gelegenheit mehr.

Ein schöner Rücken kann auch entzücken – Stachelschwein im Allwetterzoo

Das 2. Foto stammt aus dem Allwetterzoo Münster. Ich hatte mir in 2020 eine Jahreskarte zugelegt, weil ich mal wieder öfter im Zoo fotografieren gehen wollte. Bei einer dieser Fototouren, auf der ich bewusst einmal nur s/w fotografieren wollte, sah ich bei den Erdmännchen das Stachelschwein in seinen Gehege herumlaufen. Da ich das noch nie fotografiert hatte, wollte ich die Gelegenheit für ein Foto einmal nutzen. Das wollte sich aber wohl nicht fotografieren lassen, oder es interessierte sich einfach nur nicht für mich…, was wohl eher der wahre Grund war. Es lief unbekümmert an mir vorbei und streckte mir sein Hinterteil entgegen. Klick, da war der Schnappschuss auch schon im Kasten…und dann auch noch so passend in schwarzweiss und ich hatte ein Foto mehr in der Sammlung: Gesichter in der Natur.

Wasser auf der Coloscasia esculenta

Das 3. Foto ist bei einer der Fototouren durch den Botanischen Garten in Münster entstanden, bei dem ich bewusst einmal einen Blitz zum Beleuchten meiner Motive dabei hatte, denn wettertechnisch sah es an dem Tag nicht so dolle aus. Vor dem Gewächshaus stand diese großblättrige Pflanze und ich habe versuchsweise einmal den Blitz hinter das Blatt gestellt und einfach mal getestet, wie das wohl aussehen würde. Diese tolle Blattstruktur sah ich dann erst so richtig am Kameramonitor und das gesammelte Wasser zauberte ebenfalls interessante Effekte. So kam ein Foto zustande, welches sich erst bei genaueren Hinschauen erschließt und es so zu einem „Hingucker“ macht. Es wurde auch gleich zum Titelbild meines Kalenders 2021 „In der Natur“.

Fazit: Drei aus meinen 250 Highlights von insgesamt 5000 Fotos aus meiner Bibliothek des Jahres 2020 waren schnell gefunden, aber wenn ich weiter darüber nachdenke, fallen mir dann doch noch einige tolle Motive ein, wie z.B. folgendes Foto:

Viadukt in Altenbeken, das finale Zielfoto des Tages um 22.00 Uhr

Es ist eines der ganz bewusst geplanten Fotos. Die Location hatte ich im Internet herausbekommen, als ich im Sommer auf einem Kurztrip im Eggegebirge war. Mir schwebte das Foto so vor Augen und ich habe ganz gezielt dort länger gestanden, bis Licht und der Zug gepaart mit längerer Belichtungszeit harmonisch zusammenpassten. Die Warterei hatte sich gelohnt. Naja und dann habe ich noch ein ganz frisches Foto:

Hier bei diesem definitiv letzten Foto in diesem Beitrag ging es wieder, wie so oft bei meinen Fotos, recht spontan zu. Es schien am 1.Weihnachtstag ein toller Sonnenuntergang zu werden und ich bin schnell mit meiner Kamera raus, um nach einem passenden Motiv in meiner Umgebung zu suchen. Diese Baumgruppe hatte ich schon öfter fotografiert. Der Himmel dramatisierte sich zunehmend, ich wagte mich durch den matschigen Acker bis an diese riesige Pfütze, habe dann manuell die geeignete Belichtungszeit und Blende an der Kamera eingestellt und fünf überlappende Fotos gemacht, denn ich wollte möglichst viel Landschaft auf das Bild bekommen. Am heimischen PC wurde dann dieses Panorama daraus. Nur mit Mühe konnte ich mich aus dem Matsch „befreien“, in den ich inzwischen zu versacken drohte. Hose und Schuhe waren voller Lehm, die Kamera aber gottseidank noch sauber…

Das war es aber jetzt wirklich mit dem Beitrag, bevor ich hier verleitet werde, immer mehr Fotos zu zeigen und auch zu erläutern. Denn hinter jedem Foto steckt zumindest eine kleine Geschichte… Aber ich habe ja vorgesorgt, denn all meine Highlights aus 2020 sind zur Unterhaltung der geneigten Leserin und natürlich auch des geneigten Lesers hier versammelt: Highlights 2020

Im übrigen würde ich mich freuen, wenn sie öfter einmal hier vorbeischauen. Die Frequenz meiner Beiträge möchte ich in 2021 etwas erhöhen, sprich mehr über meinen Bilder schreiben und von meinen Aktivitäten erzählen.

Wir sehen uns?

Ihr/Euer Bildkomponist Andreas Denhoff

Highlights 2020

Wie jedes Jahr zeige ich in der Galerie meinen fotografischen Rückblick auf das letzte Jahr mit vielen Motiven, die zu meinen Favoriten gehören. In anderen Galerien habe ich sie natürlich auch z.T. schon gezeigt, diese Galerie gibt einfach nochmal ein „schnelleren“ Überblick über mein letztes Jahr mit meinen Kameras. Es sind besonders viele Fotos geworden, ca. 250 aus über 5000 Fotos, die ich gemacht habe. Dank Corona und meinem persönlichen Lockdown hatte ich sehr viel Zeit für mein Hobby…

Viel Vergnügen nun mit und bei meinen Fotos:

Ob es jemand beim Schauen bis hierher geschafft hat? Das würde mich schon interessieren…

Frohe Weihnachten!

So wird Weihnachten 2020 wohl bei vielen aussehen. Corona hat uns alle fest im Griff aber: nicht nur vor so einem Virus sind wir Menschen alle gleich. Es ist eine gewaltige Chance für uns, sich den wirklich relevanten Dingen zuzuwenden. Das beste daraus machen, ist trotz der schwierigen Zeiten eine sinnvollere Alternative und wo wir uns dem Augenblick verschreiben, wird das Leben erst gehaltvoll. Wir sollten einfach mal Nähe und Distanz neu definieren, Gewohnheiten trotz Einschränkungen aber weiter pflegen. Dafür braucht es ein bisschen Kreativität und viel Hoffnung. Der Zauber der Hoffnung kennt unendlich viele Lichter, die sich nicht einfach auspusten lassen.

Ich mit meiner Fotografie bin existenziell von Licht abhängig und ich möchte wenn auch nur einen winzigen Teil zum einem positiven Denken beitragen, meine Fotos sollen dazu dienen.

In diesem Sinne viel Licht zu Weihnachten, Hoffnung und Kreativität für 2021

Euer Andreas

P.S. Das Foto oben ist übrigens mit nur einer kleinen Klemmlampe beleuchtet. Ich wollte das Foto schlicht halten und möglichst stimmungsvoll die Krippenfiguren von J.Fischedick(1908-84), die bei uns in Familienbesitz sind, beleuchten…

Wir sagen euch an den lieben Advent…

Bei diesem puristischen Adventskranz kam ich auf die Idee, an jedem Advent einmal eine andere Fotoidee umzusetzen. Das sollte in „nüchterner“ Umgebung geschehen, die Zahlen mit einbeziehen und das ganze sollte auch in ungewöhnlicher Perspektive abgelichtet werden. Außerdem wollte ich das möglichst dezent zusätzlich beleuchten, was in diesem Fall mit einer Kopflampe geschah, damit das natürliche Kerzenlicht das Foto trotzdem noch dominiert. Und das ist dabei herausgekommen:

Mein Weg zum fertigen Foto

Nachdem ich heute bei meiner Radtour ein Motiv fotografiert habe, das noch einer ordentlichen Nachbearbeitung bis zum fertigen Foto bedurfte, werde ich hier einmal meine Schritte zu diesem Endfoto erläutern, vielleicht ist das ja mal ganz interessant….

Das Ausgangsfoto, welches ich im RAW-Format fotogarafiert habe, ist insgesamt natürlich durch das trübe Dezemberwetter recht flach. Der Himmel ist ohne Struktur und auch sonst würde ich so ein Foto eigentlich eher wieder löschen. Durch das RAW-Foto habe ich allerdings mehr Möglichkeiten in der Bearbeitung. Zuerst wähle ich den passenden Ausschnitt und nehme dafür vom Rasen etwas weg, richte die stürzenden Linien links am Gebäude. Dann regel ich die Belichtung etwas runter, damit nachher Struktur im Himmel herauskommt(die eigentlich schon vorhanden ist), schiebe dafür auch die Lichter etwas runter und hebe die Tiefen minimal an. Nun hebe ich den Schwarzwert etwas an und Weißwert etwas runter und auch Struktur und Klarheit etwas rauf. So wird das Foto kontrastreicher. Dann ziehe ich von oben her einen Verlaufsfilter runter, um den trüben Himmel noch mehr ins „dramatische“ zu schieben. All diese Dinge sind bei JPEG-Fotos aus normalen Kameras schon quasi voreingestellt, aber pauschal, damit es auf alle Fotos passt. In meiner „Entwicklung“ kann ich aber alles nuancierter beeinflußen. Nun ist folgender Stand erreicht:

Für meinen Geschmack ist nun der Himmel zu bläulich und mir fehlt noch etwas mehr Kontur und Helligkeit im Schilf und dem Hänger. Auch das Gebäude kann noch etwas „Licht“ gebrauchen. Also ziehe ich mir sog. Radialfilter auf und helle die entsprechenden Stellen im Foto auf. So kommt ein bisschen hellere Stimmung ins Bild und ich kann den Blick des Betrachters so auf die jeweiligen Stellen „lenken“. Den zu „blauen“ Himmel entsättige ich nun noch etwas, so wird er eher wieder grau. Dabei fällt mir noch auf, daß links oben im Foto ein Ast „unmotiviert“ in den Himmel ragt. Den stempel ich eben noch weg… Nach meinem Empfinden ist das Foto nun fertig und so nach meinen Vorstellungen, wie ich sie schon beim Fotografieren gesehen habe. Und passt es?

Mit gewisser Routine ist so eine Bildbearbeitung schnell geschafft und das Foto gewinnt eindeutig dazu. So kann man mit wenigen Aktionen ein spannenderes Bild aus dem Original herausholen.

Novemberlockdownbluesnachlese

Inzwischen ist der November vorbei, der Lockdown leider nicht, aber ich zeige hier einmal meine fotografischen Ergüsse aus diesem Monat. Sinn und Zweck meiner Fotoaktion war, gegen den Novemberblues mit den Fotos „anzugehen“. So schlimm kann doch der Monat nicht werden… Erst kommen die täglichen veröffentlichten Fotos und dann folgt alles, was mir sonst noch so vor die Linse kam. Hab halt mehr als ein Foto/Tag gemacht und vom Novemberblues ist nicht allzuviel zu sehen… Viel Vergnügen nun beim Schauen.

Naturkalender 2021 ist in der Mache

Ich möchte euch nicht vorenthalten, daß es doch kurzfristig einen Kalender 2021 gibt. Allerdings zum Thema „In der Natur“. Ich bekam nämlich jetzt einen Auftrag für eine Kleinstauflage und da kam ich auf die Idee, ihn doch wenigstens auch hier zu bewerben. Vielleicht interessiert er euch oder ihr sucht noch nach einem individuellem Weihnachtsgeschenk. Format ist DIN A3 und der Preis wird bei 15,-€ liegen, zzgl. 5,-€ Versand. Ich bitte euch, mir eure Wünsche  bis zum 30.11. mitzuteilen, ich werde nur vorbestellte Kalender drucken. Am 1.12. gebe ich den Kalender in Auftrag und sobald er hier eingetroffen ist (rechne mit 6-7 Arbeitstagen), liefere ich ihn direkt aus. So sieht der Kalender nun aus und ich freue mich auf reges Interesse.

LOCK DOWN – CAMERA ON

Und wieder ein lockdown …

Und jetzt beginnt noch der November…

Und was fällt mir dazu ein…?

Dann wird halt wieder mehr fotografiert…

Bei dem Wetter?

Ja, gerade dann!

Gegen den Novemberlockdownblues

Aufgabe: jeden Tag ein Foto unter dem Hashtag #gegendennovemberlockdownblues posten. Mein Problem bis jetzt: ich mache wesentlich mehr Fotos. So werde ich am Ende des Lockdowns hier alle in einer Galerie versammeln. Was bisher geschah:

Alle Fotos gibt es, wie schon geschrieben dann in einer Galerie am Ende des Lockdowns…

Mal wieder Zoo – aber mal anders

Heute war endlich mal wieder der Allwetterzoo auf meiner „To do Liste“ und dann war das Wetter nicht so dolle… Aber geplant ist trotzdem getan und so stand ich im Zoo vor dem Schild mit den Infos zu den Corona-Regeln und dachte bei mir: na, dann machen wir es heute mal anders… Keins der üblichen Tierfotos, ich lass mich inspirieren, was mir so alles außer den Tieren durch die Linse kommt. 50 Fotos habe es hierher geschafft und sollen nun etwas für Unterhaltung sorgen. Ich hoffe, es gefällt…

2-Tage-Fototour= 99Fotos

Zwischen zwei Physioterminen hatte ich mal Zeit für einen sehr kurzen Kurzurlaub in die nähere Umgebung und zwar ins Eggegebirge. Ganz einfach mit Schlafen im Auto und Sonnensegel, wie oben zu sehen ist. Hab die zwei Tage voll ausgenutzt und bin insgesamt 155km mit meinem E-Bike unterwegs gewesen. Natürlich habe ich Highlights wie die Externsteine, das Hermannsdenkmal oder z.B. das Viadukt in Altenbeken angesteuert, aber ansonsten hab ich mich durch die Natur „treiben“ lassen und die Gegend mit der Hilfe des E-Bikes gut geniessen können. Ergebnis ist eine Galerie mit 99 Fotos. Ich hoffe, auch Nicht-Facebooknutzer können die Galerie anschauen. Bitte auf Eggegebirge klicken. Sonst einfach bei mir beschweren, dann stelle ich gerne eine Galerie direkt hier ein. In der Galerie sind die (meisten) Fotos auch etwas erläutert, es ist sozusagen ein Fototagebuch meiner Fototour geworden. Gute Unterhaltung damit.